Dienstag, 17. Juli 2007

gedichte

GEDICHTBAND 1


Zeit der Schwalben




1. Spielgelüste


Ich habe meinen Liebling

zwitschern gesehen

und ich habe MEINEN Blau gehört

aschfahl

"und Prügel ham wer ihnen gegeben,

den Schein-exilierten."

immer drauf: geht das Tal bergauf.

jammert Natur im Atem(ge)sang

2. Verdrehtheit

Torsionen von Café

Marmeladevisionen

Himmelsschizophrenie


O wie klar (gesungen) sind wir am Morgen.

means: Eckenflucht.

Weck die Ecke auf, sie kann nichts dafür.

Der Abend ist locker vom Hocker, aber wehe der Frage-stelzenmann kommt!

Geht die Schneise (die gute, aber was für eine Mélange à trois, zu viert, zu unendlich!)

weiter... irgendwann führt Stolpern zum Erfolg



3. Frustration

Da spricht man und munkelt

laut und leise durch die Gassen:

Zwischengeflüster neben bei und auf und davon.

Keine Antworten auf wichtige Fragen.

Leer bleibt selbst die Stille


Das Ende von der Geschichte.

Nichtverstandensein

Geduld, fast endlos gefordert, ohne bewusst gefordert zu sein.

Leere Zeilen,

fast endlos geschrieben

dümpeln vor sich hin: das Beisammensein.

Medienpapageien

Quasselquasselbluppblupp gluckst es ab: den reißenden Strom sehen sie schon gar nicht mehr...

Ertrunken sind sie schon und heben immer noch ihren Espresso am Morgen. Am Abend was anderes.

Dann gibts mal wieder Aufregung von draußen,

und jeder nimmt Anteil.

Und keiner schert sich drum!...

Am Stammtisch gibts dann großes Getuschel

(aber das ist ja schon Geschrei: ------)

4. Farblos


Gescheckter Tiger wird gecheckt

Ratio 203, Strich // halbierte Quersumme imQuadrat: Büroscheiße im 3/4-Takt.

Trakt 320

Zeroverschleiß

in Tüte

mit Verpackung
(Banderole extra)

Da nahm er sich 'nen Pinsel, bemalte seinen Schwanz.

Keiner hat ihn wiedererkannt, den entlaufenen Tiger.

5. Spiegelbild Farblos

Sie hatten ihm eigentlich nichts getan.

Nur sein Hotelnachbar hatte sich beschwert: "Ständig fließt Scheiße unter der Türe durch!"

Was soll man machen, wenn einem die eigene Scheiße stinkt?!

bis zum Himmel in Tüte

bis zum eigenen Hals mit Verpackung

bis zum Gehtnichtmehr (Banderole extra)

Der schier endlose Durchfall ... Da nahm er sich 'nen Pinsel, bemalte seinen Schwanz.

Mentalanalfickerei Keiner hat ihn wiedererkannt, den entlaufenen Tiger

Abfluss muss sein: ab mit dem Scheiß! Kanalisation kaputt: zur Hölle damit!

Also zum Nachbarn, der einem die Hölle heiß macht

(und das soll WAS heißen?)

Der Nachbar liest Zeitung, mit der er ständig sich den Hintern wischt: eines von diesen Scheißblättern. Hats verdient.

Der perverse Analerotomane.

Wischt für die Menschheit, für die Seele:

weißer als weiß.

Wen wunderts - Reklameohrwurm ~ Chaoskatharsis!

"Jedem das Seine, jeder nach seinem Geschmack":

Selbst im Dreck gibts einen hellen Fleck

6. Ausweg

Aus dem Dilemma heraus

den roten Zahlen

der Misere

da kommen se schon:

Miserere, Misericordia

sei schön brav, bis ich wieder komm,

sonst gehts dir an den Kragen,

ins Tintenfass.

Dort ist es bläulichnass.

Nur ES bringt die Erlösung.

Nehmen Sie sich ein Beispiel! Das Volk (??) braucht Vorbilder zum Hinaufsehen, unter die Erde sehen,

tief in sich graben.

Gräberillusionen

Mit dem EIGENEN Arsch sitzen wir auf der ewig berstenden Schatztruhe.


7. Wort-Symphonie

Beispiel: Trauer muss Elektra tragen




Trauer muss nicht nur Elektra tragen:

Ein Elektron hat genug Umdrehungsprobleme: Trauer.

Ein Elen hat ein schweres Geweih zu tragen: Trauer.

Lektoren sind traurig bzgl. mancher Texte.

Ein Ektoplasma hat mit seiner Krankheit zu ringen: Trauer.

"el" ohne "la": keine mystische Hochzeit: genug Grund!

An nichtrunde Ecken zu stoßen bringt Weh: Trauer.

Transpositionen, Transmutoren, Transplantationen, Transportwesen und dergleichen Tra-gisches mag hin&wieder trauern.

Ein Tr (=Triller) mag nicht immer fröhlich klingen.

Leckerbissen bleiben manchmal im Halse stecken.

Tra braucht keine Trauer tragen, da es als Wort nicht lebt.

Im Anfang war das Wort, das man nicht aussprechen kann.

Es macht glücklich.



Tra wird nicht gesprochen, macht trotzdem nicht glücklich.

Vielleicht eine spezielle Art von Traurigkeit.





8. Am Trageriemen



Vertan - der Lauf der Gezeitenlosigkeit

Aschengeklimper am Bogenhals der Violine.

Da schafft man und werkelt...



Stundenhektik

8x8

Geklapper der Tipp-schlangen



und der Wind röhrt SEIN Lied

immer zuende



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Regel

Pegel

Flegel

ratschen Kasperlmusical

braungebrannt,

Rum in der Hand

on the rocks of Gibraltar

a fetzig Mjusikk isch dös



So plappeln sie:

'hempeldipemopel'
in der Staubarena e

iner Dis-cokette. Könnt genausogut auf der Dorfwiese sein

oder im Dschungel mit 'humpa-bumpa-täterä'

Und dann wirds ein Rucksack - hoffen wir mal


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Gedichtband 2


Alarm - nein bitte?



1. Alarm - nun denn?


Haben Sie schon gesehen,

was am besten geeignet ist,

um die größte gemeinschaftliche Anstrengung zum Nutzen der großen Allgemeinheit zu machen unter Ausnutzung der Minimalanstrengung?

(Wie es ja normalerweise der Fall sein sollte in einer geordneten 'Sozietät')



das haben sie so gebrabbelt an einem lauschigen Nachmittag unter dem Flutlicht der Sonne.

und haben Waschmaschinenspülmittel verkauft...



Die Gänse haben gelacht. Der Weihnachtsmann vergluckste sich beim Ritt durch den +-5°-Weihnachtswald.

Die Habichte verdrehten einen Torpedo nach dem anderen.

Die Kinder saßen ratlos ~ stumm = mit offenen Mündern im Sandkasten.

Die Mütter umklammerten verzweifelt ihre Rockzipfel. Mit halben Krokodilstränen in der Axelhöhle.

Höllen habens ausgestanden: keine Kaffeepause

kein Fussball im tivi

kein Stammtischbier

etc.
Rote, gelbe, grüne, blaue Knöpfe wurden hemmungslos und mit Hemmungen

gedrückt

angetastet

erfühlt

genossen

herbeigezweifelt

mit Verdruss

bejubelt.

Aus der Traum!

>Besenkammer, Spülmaschinen, Saubermachen, Frühlingserwachen - am falschen Saisonbeginn!

UND SIE WURDEN ALLE FALSCH BEZAHLT

A L L E

und nebenbei gabs falschen Alarm

nicht Gänse,

nein Pinguine




hatten ihn gegeben,

den Alarm


2. "Erich knappzahn, 45, im Alter gestorben, den 15. Jänner"

Knappsche Regionalzeitung, vom 27. August AD vor Mohammed



Einfach abgetreten isser, unser Erich.

Er war immer ein so guter Heinrich mir & meinen Enkeln gewesen.

Der Letzte im Kegelverein; und immer lustig, so betreten hats aus ihm geschaut.


"Ach hätt der Herrgott und Fraumutterselig, die gebenedeite Mary, ihm doch noch ein paar Schäferstündchen als Bonus gegeben,

als dass er mitten im Samengespritze so edelmütig dahinverausabschieden musste.

Was soll ich nun tun, ich armselig Mütterlein nebst meiner verkackten Ver-bekanntschaft?(!)

i halts nicht mehr aus
i kauf mir ee Strick -

oder ich [verschmitzte Monalisa] angele mir halt so eenen von diese Trizillionäre.

ne Guntersäxle mit singem feschen Hoselatz oder sowas in jene Art.

O, Mann, was hun esch für feuchte Träume...!

Die Pornos von minge Mann - Gott hab ihn selig und die ganze Heiligenbagasch inklusive, gell? - san ja ne Drechvotz mitsamt Schwänzlelollipopp

dagegen-

und die Kinder gebe ich ins Altersheim."

Ach Annamariaplurabelle mit den Rehtittchen, du hattest recht:

Man muss sie besteigen wie 'n normales Fahrrad.

Der gute alte Salomo, wie wahr das Hohelied der Weisheit!


Bei der 15. Vergewaltigung mit Inzestverschleierungstaktik haben ein paar Weißkittel sie ins Irrenhaus gezerrt.

Wieder der Donaukurier, Ausgabe vom 26. August AD vor Zarathustra, mit Folgendem herbeizitiert:

"Im hiesigen Waisenhaus schrieb Zoltine Kummerfein ihre erlesenen Memoiren linkshändig auf feinstes Büttenpapier.

In Courtsmahlermanier mit einem Verschnitt Jaspers/Rilke-Joyce

und wird demnächst in Fortsetzung unter der Spalte Tante Emma(s) erscheinen.

Wir bitten um zahlreiche Vertretung.

Kondolenzschreiben gestattet.

Beerdigung

-demnächst in unserem Theater.

Anbei

-eine Photokopie einer schön gelungenen Postkarte

aus Astralbereich 26

Abteilung "tote ohne verwesung" . "

Auf dem Kärtchen stand von rechts nach links in Spiegelschrift: erichheinricht samt Gemahlin ( . )

sind in flitterwochen

bis früher, deltarömisch 12a"


3. Gewalt der Zukunft


Wintermärchen, ausgeklügelt im Emmentacher Bulletin

Wir kennen uns aus.

Ein Freund hats uns gezischt: 'Besser ist Rotwein als Bier für kummervolle Gastritis.'

"the west is the best".
Alt
er Slogan, abgewimmelt durch Antipropaganda.

haben Sie schon gesehen

gehört

geschmeckt

gesensifiebert
Im

Fieberwahn: Malariafans.

Uralt-galerie.

austrompetet, ausgeklunkert

- Keine Phrasen mehr über Gewalt -

Wie verändern wir das?:

Wir haben keine Fortsetzungsgespräche mehr.

- Vater! Ich kille dich -

- Mutter! Ich ficke dich -


Die Spangen wurden langsam abgelöst. Gewaltlüstlinge auf Inseln verfrachtet, wo sie sich gegenseitig behandeln konnten, ohne Glukose,

ohne Insulin, ohne Stimulantien.

OHNE DEN REST EINER ZEILE

KOMPROMI?LOS: . jjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjajajajajajajajajajajajajajajjajajajajajajajajajajajajajajajajajajajajajaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

gefurzt? Nein.

gerülpst? Nein.

und jetzt wollen Sie auch noch wissen, was das bedeutet (!)

aus, am Ende, mein Freund. Brauchst du ein Wort?

Mußt du was TUN?. ......................



Leg dich hin und hoffe, dass die Dollars vom Himmel fallen! Sonst musst du was tun und Ruhe bewahren.

RUHE SANFT - natürlich auch kleingeschrieben.


4. Lasst uns die Nacht in Feuer setzen!


Und es hakt und hakt.

Und da meinte er doch glatt: Vater, ich haben einer Laus gesichtet?

Frage: War der noch klar, hatte er einen Sprachfehler? Wusste er zuviel? Haben wir ihm zuviel zugemutet?

Müssen wir noch mehr sagen?!

Haben wir nicht die Akten schon längst erfüllt: v o l l gemacht?!

"O Mutter, wie groß ist deine...? O Vater, wie hart ist dein...?"

(Habet ihr Kinder,wollt ihr keine Enkel?)


O lasst uns das bestehende Feuer anbrennen,

dass es brenne lichterloh in den Städten, Dörfern, Weilern, Häusern, Hütten und im Freien!


rrrrrrrrrrrumsch. Please not. Weg damit!

Romantik, Klassik, Barock und all die Formationen von Unbeständigkeit...

Wir wollen schreibend sein: "EIN".



5. "Liebe (r / s) ...


Ich setze die Welt in Feuer.

Hilfe kam selten.

Ich starb am Hungertuch

und setzte den Kosmos in Feuer.

Hast du sicherlich vernommen.

Wir-ich kommen-komme an am 3. November 19 Uhr, Bahnhof

Original liegt vor.



Protuberanzen von Meditation gleiten hinein in Unzulänglichkeit - von außen ( = Indianer am Aussterben).

Es lebe die Linguistik!

I got it, baby

you'll like my wife.


ALLE HABEN MICH STERBEN LASSEN,

UND ICH LEBE -



Romane gedeihen, Gedichte. Die Ernte ist gewaltig. Keiner wills. Ich bin, schlurfe den Rock-all-simultan im Samadhitakt bergauf, ins Flüßchen hinein -

sanftes Rinnsal. Allallturbulenz. Nullsex, Allsex. Was ist eine Beziehung? Die Professoren diskutieren. Ich rammele den Tag durch Mentales,

Psychisches. Irgendwo at the edge of the moon. Und "Wo hascht du dei Erbteil gelasse, mein Kind?"


Beatles forever, Aram Chatschaturian und Gustav Mahler. Der Superhightoptechno/african-urwaldwalzer.

Hamse schon gesehen, alter Freund: Sie rauschten aus der Pforte des heiligen Nikolaus.


Sterben ham se mich gelassen. Kartoffeln aß ich von früh bis spat.

Ich nahm den Spaten und grub mir ein Gedicht:

"Vögel. Fress. Rotwein

trilogisch...

Cézanne-Blüteabend. -

GRAB



Und brauchte mich noch nicht einmal umwälzen (dort), als der Direktor meinte: "Miete nicht bezahlt: raus!" Und ich wusste: es ist ein Traum.

All die Schlitzweiberschlitze & Frustransspermamachos hingen an meinem Riesenphallus und saugten, und 'kriegten' ihre Saftmilch.


Ich beherrsche die Welt, und bin freundlich nur zu dir und wenigen anderen.Und du meinst, das wäre kein gelungener Schluss?!


'Wir sehen uns, Baby ------ Ich sehe dir schlicht ins Wasserfrauauge, großer Krebs am Horizont.

Schlurf, baby! Sonst gibts den allerhöchstheiligen Frust



Sonst noch was?

Bis dann.

Gütiger Himmel! Du... ich finde, der Planet kühlt ab."





6. Und du hast nie den Hund unter den Wölfen gesehen...?!



Na gibts denn sowas?!

Nina Haben hagte schon am Rosenstrauß,

und du hast geleuchtet in den Silberwald.

Da meinte der Riesenmeister: "Wir lassen was machen für dich!" (Denn Fenster sind kein Kaminfeuer)


O Morrison, die Daten sind richtig.

Die Seiten sind abgespanferkelt.

(sie machen nur kaputt)

schlaf, baby, schlaf!

die Leute sind o.k.

Wenn ich dir nicht schreiben müßte, ich hätts schon längst getan.

Ihr pennt ja - ich schlafe.

Und bin schon wach vorgestern

(Ich brauch noch nicht einmal zu prüfen. Die lassen mich sowieso nicht rein [ich bin ja schon drin] )

Ham se gesehen, wie der das Tennisas schoss? Keiner machts ihm gleich!

Oh no, my dirty pig. Armes, armes Schwein! Falsch getippt: Saison ist vorbei.

Ecriture automatique. Und:Wer verstand schon Kisuaheli...


Es hieß: "Danke!" (ohne Grund)

Gott - noch mehr?

Botschaft kapiert?

3.11.1993 / 19 Uhr

Bin ich dumm? Nein! Nur genau. Ende der Story. Sonst denke ich noch: die Quantität macht den Furz. (Warum nicht?)




7. Monument


Gebaut ist es geworden.

Lobredner haben es angehimmelt, vererdet und zersternt.

Pilgerscharen verneigten sich bis tief unter die Erde und vergruben sich dort ( . )

und haben doch nicht geschaut den Rosenkranz, links daneben. Am Wegesrand.

und gingen vorbei, schweigend:

Todesgräber im Himbeergesträuch

Pestatem im Verwesungsholunder

Eiterbeulen in Schwitzschrift

10 000 Jahre stand es dort.

Milionen Denkschriften.

Ausgefasstes Latinisieren eines einzigen Buchstabens auf dem Monument.

100 000 produzierte Kommentare:

flügellos

ungeschwächt

hingeschmachtet



und der Wanderer in zeitlosen Äonen hat lange nachdenklich geschaut;

Träne um Träne rann sein hagres Antlitz herunter.

Die Finger ließ er schweifen die Linie des Horizonts entlang.

und hat sein Butterbrot gegessen ohne Pein;

und warf die Krumen den Vögeln vor die Füße,

die ihr Nest gebaut

im Rosenkranz



8. Plauderon akusticale

Plauderton


Amselweg

Finkenstraße

Birkenallee

Hölderlingasse

Am faulen Tor

Hinter der schönen Aussicht

dem Dümpelheinrich


Zartes Gewächte auf zinnerner Flur

Gewächsveredelung à la Rilke - Hommage à Klee

Blatt joycet eleusynisch

Stressbefall asphaltiert unsichtbare Gewalt: Skandal! ... Im Laubwerk!!


"und holzeten ab der Dschungel viele,

auf dass der Weg geebnet würde den Aschezylindermagisträten, den geweiseten Rauschebärten.

'Mentalopiumcerebrum spinnefanz': alsogar lautete Diagnosis.

Tempelwächter macheten sich auf,den dornigen Weg der Karriere

zu

begehen.


auf dass sie erspäheten Sankt Dow Jones aus dem Walfischbauch der zermarterten Schweiß&Blutmasse von Duckwesen...

...zu haben den ewgen Ruhm auf Obelisken

IM dazumaligen Marktplatze zu Hinterdachschädelkaputtingen am

Taubersee:

aktenzei

chen*



9. und konnte nicht schrei(b)en aus voller Kraft


"Saftspesen hams mir gebbe

abgehalftert hab ich g'wurmt mein saumseligs Gemächtele

mei Frieda hams gklaut

mei Bankkonto zug'macht.

Mauer ums Haus

Pestbeulen rein

Klavier zerhackt.


Mein Name ist Job. Ich ersuche freundlichst um Genehmigung, ein Stückerl Erde aus meinem Garten mit mir nehmen zu dürfen in

einem Plastiktütchen von Woolworth.

Es ist mir mehr wert als ein Papst-die-Erde-Kuss

glaubens mir!

Ich bau mir draus ein Schlössele in meiner Tonne, die ich vom St. Diogenes vermacht bekam. Anno: Dortabmehr.

Schuldschein kann ich vorlegen. Notariell vollgestempelt.


Ach - ich hab noch ei Lieb im Tenniscourt. (war doch ein As im Flüstern meiner Legenden!)


Ich hab die Notiz nicht vergessen, die mir freundlicherweise zugestellt wurde:


'Demnächst verabschiedet sich unser gepriesener Literat von der Bühne, die ihm das Leben bedeutete:

>er zerliest seine Lieder im Keller des Rathauses unseren amtlich bestellten Ratten vor. Zapfenstreich, Ordensverleihung, Stadthymne usw.

Milde Gaben zur Beerdigung erbeten.

Es werden gebilligt: Strohsarg, Bettelspaten und Zillionen für seine Werke. < "



10. Mitteilung eines vielleicht nicht fleißigen Schülers, den der Lehrer kannte



"Aus Anlaß unserer Vermählung geben wir, Trausigmunde Lieblichgraus & ihr angesegnetes Ehegebinde, der stattliche Herr Trutzkraft, Graf

von Huckelamsilberberge vom Eichenkerker,bekannt:

Ein Sohn ist nicht geboren uns: eine zweidottrige Tochtermaus hat sich geschlüpft aus (in) unserem Nest, das wohlge Heim zu

besudeln mit Babykotze & Alpenmilchschokoladeriegelspritzerlein aus Früchtebrot mit Kandisersatz.

Das süße Scheißerchen entklamm sich der Uringasse zur unheiligen Stunde 1#.

Wir bitten den Herrn um Vergebung für unsere Sünden und geloben, in Keuschheit Söhne gewaltiger Priaptizität auf der

WELTbühne erscheinen zu lassen.

Wurde gesagt, wird getan. Gehorsam ~ Pflicht. - Kanonenfutter und Spinnradwindeln werden hergestellt in meiner Fabrik."



Ich mach sie aber alle wieder kaputt und dann verkaufe ich ihren Schein, den Schatten & die Vorzüge. Man kauft mal gut, mal nicht gut.

Gerade stehe ich im Hoch.

Deshalb will ich mir Mühe geben, noch zu steigern den ewigen Sekundenatem.



Sprachlos habe ich Worte gefunden (man hört mit den Augen).

Auf den Toiletten steht man in Habacht-sitzung. Nicht mehr lange wirds gehen

... dann kann ich das Licht in meiner Mansarde nach draußen entweichen lassen,

damit der Asfalt glänzen kann,

auf dem meine Spiegelbilder lustig zu tanzen angefangen haben



11. Heute ist ein mieser Tag



Der Milchmann kam nicht.

Die Sonne scheint. Gestern hat es wenigstens geregnet.

Der Postbote bringt mir Geld. Ich soll ihm ein Trinkgeld geben.

Meine Frau ist nicht zum Zahnarzt gegangen.

Meine Tochter hat das beste Zeugnis nachhause gebracht und erklärt: darauf schisse sie. (Sie sitzt seit 1 Stunde auf dem WC + tuts)

Mein Sohn hat seine Laufbahn als Punker aufgegeben und will nach Kalifornien auswandern, an der Uni Kartoffeln von unten studieren:

das sei das Affengeilste von Schlammgeschmeiß, das er je im ausgeschissenen Schlaraffenland gespäht hätte, aus der Perspektive seiner

Wixmatratze ferngeglast. Höhere Philosophie im Spermentertiär sei das.

Die Sonne scheint schon wieder.

Das Horoskop von mir für heute verheißt gutes Wetter an der Börse.

Ich hab schon wieder gewonnen im Preisausschreiben. Schon wieder ne Enzyklopädie. Aber in anal-phabetischer Schrift!

Meine Tochter heiratet heute. Die bekommt einen Mann, der kann lesen. Ich hab ihn mal gelesen mit meinem PSYCHOBLICK: 'n Yogi von

den Alpen, isst nur Beafsteak mit Heurigem danach. Ist mal über die Donau gegangen, hat aber gemeint: mit 50 Talern wäre es vielleicht auch

gegangen. Für den Fährmann. Aber der war einen Tag vorher gestorben.


Die Sonne geht unter: meine Kinder sind im Computerkino um die Ecke. Da kauen sie während des Films Laserstreifen: damit können sie

sich den Film am Hintern ansehen.


Was mich angeht, habe ich einen Tippfehler in meinem Marskanalmarginalgehirn entdeckt und war heute beim Onkel Doktor. Der hat gemeint:

"Nur nicht aufregen! Sie sind seit 2 Tagen tot. Das kommt schon mal vor."

Ich kann dem nur beipflichten: der hat 'ne wirklich gute Fantasie




12. Unvergänglich: Liebe



Am Knotenseil

verschränkt,

hängen sie aufgehenkt,

ineinander verschlunken,

ineinander verhakt.

Die Leichenfledderer verkauften den heruntergerieseltseienden Samenbrei an (!) eine Retortenbank, damit es wahr werde:

'Wer Ameisen liebt, soll sie mit Honig füttern.'

Die Melodie geht ewig gleich schon immer den Bach herunter.

Der Mississipi ist nicht eifersüchtig.

Ebenfalls:

Neptun hat sich eine Frau genommen.

Die Sabinerinerinnen haben sich Androgyne zum Ausgleich gesucht.

und keimen tut der Spross am Erdenwurm ein gleiches sich an ...

Man muss Hölderlin rechtgeben:

der Egoismus tut jedem gut in der Stunde der Gefahr:

"Ich habe geliebt, und Kinder auch gehabt,

geliebt (-).

und gehen lassen."

Honig gab ich ihnen zur Mitgift. Sie haben sich daran vergiftet.


Mein Sprachfehler ging dadurch weg.

Hölderlin hatte Recht >> : nun kann ich meine Zahnlücke wieder mit Dichtung verschließen.

Ende des Gedichts.

machen wir Schluss

o.k. & k.o. cie



13. Sie kamen nicht nach Hause, die ruhmreichen Krieger



Sie sind gestorben.

Eine Astralarmee haben sie gebildet und den Herrschern im Traum was erklärt.

Die haben stattliche und staatliche Albträume gehabt und wieder im Fußball gewonnen. Jetzt stehen sie ganz oben auf der Tabelle.

In der Börse ists dasselbe. Mein Nachbar hat jetzt einen besseren Wagen als ich: die Werte von Elektrodynamit sind auf den Asteroiden

erheblich gefallen: "Wir rufen die Universalkonföderation" hat mein Jüngster dank seines neuesten Computerspielergebnisses mir gesteckt.

Traumwelten. 'ne Menge.


Ich hab die Tageszeitung abgestellt, auf dem Fußboden der Dachkammer.

Mir haben die Ratten im Traum gesagt, sie wollten endlich auch so gebildet sein wie die Menschen. Nun gut.

In einem Abwasserkanal in New York gabs ja mal Alligatoren. Aber die fressen keine Menschen. In Europa jedoch haben die Fliegen seit

ein paar Jahren spitzbekommen, dass sie die Menschen anbohren können. (Vielleicht sinkt Europa in einen noch tieferen Schlaf, als es

schon solange tut) Das geht so: ein paar Generationen wird herumge-tsetsetert, bis sies raushat: die Abweichfliege ist da.


Der letzte Traum war ein Ohrwurm:

Alle haben ihn gesungen, hatten sich in Lagern konzentriert oder haben sich aufenthalten lassen. Jetzt ist die gesamte Erde von

Stacheldraht umgeben.

Ich hab mir vom Reinkarnationsikarus 'n paar prima Flügel kommen lassen.


Jetzt träume ich nur noch von Soldaten: die laufen barfuß für 'n Riegel Sesamkrümel. Das ist gesund.

Ich trinke dazu Wein.



14. Es tut mir leid: ich kann nicht mehr soviel weinen um den Zustand in dieser Welt



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ich erwache gerade wieder

Verzeihung: ich hab die Zeitung noch nicht gelesen!:

die erscheint immer verkehrt herum.

(deshalb ist meine Aussprache um so feuchter)


Ich, Adams Schoß entflossen, Erbe von Kain&Abend, habe meine Frau zum 50.x geheiratet: macht immer mehr Spaß!

Mein Gemüsegarten ist immer noch nicht angelegt worden (hatten wir uns vor der Ehe wahrhaft geschworen).

Ich hab einfach den Löffel abgegeben, denn die hatten mich schon abgeschrieben: sowas käme heute so gut wie nicht mehr vor.

Standesbeamte sind ja nicht mehr Beamte-mit-Stand. Standvermögen haben die auch nicht. Aber wenn sie mich sehen - jedes Jahr einmal;

und das wie gesagt nach 50 Jahren - freuen sie sich: ich bin ihr einziger wahrer Kunde: "Die Jugend heute", und ich füge immer hinzu: "und

das Alter gestern".

Meine Frau meint: "Es genügt nun!"

Ich hab ihr recht gegeben: wir gehen nun JEDEN Tag hin, jede Sekunde, jede Viertelsekunde, bis wir vor ihren Augen vergehen.

Dann können sie ihren Beruf an den Nagel hängen, 'ne neue Regel gründen, 'ne neue Religion. Oder uns ein Monument setzen.

Ein Nicht - ich werd spä

ter genau chec

ken



15. Geklumpft haben wir ja nie



Neue Wörter oder Worte:

erfunden am seichten Mittagswölkchen,

geschleifelt auf Pergament:

ziseliertem Figurienchen abgeheimelt:

Schnößlzrechtes wurde gelinkst gefußhabt!


"Purple haze", haben die Hasen gemümmelt

und haben vergessen, die Zigarette auszudrücken.

Alice hat laut gelacht: "Mama, das kann ich mir gut varstellen."

Mutter spült weiter, Hände voller Striemen:

"Ach, Tiberius Geliebter, reiche mir die Lohntüte!"

Bruder Alfonsus erntet den Wein.

Er hat schon einen Schwips und singt den Choral etwas schief, aber voller Inbrunst:

"Wir sollten den offset und das layout den neuen liturgischen Formen anpassen!" :

Akzeleration

Aufhäufung

arithmetische Vergrößerung

Der Roboter hat uns ein schönes Grab ausgeschaufelt:

Vergissmeinnicht liegt auf dem Grabhügel und steht in der Zeitung



16. Clowns und richtige Menschen



Adlige, Bettler, Könige, Arbeiter und Nichtarbeiter

haben sich versammelt, das normale Wesen zu küren.

Ein Transglutomide ist auch eingeladen, vom anderen Stern.

(er nimmt als Gespenst teil)


Die hintere Bankreihe ist nicht besetzt:

sie spielen Karten.

Der Springbrunnen läutet: letzter Gong.

Im 3/4Takt wird gegessen.

Der Schmaus ist nun vorbei.

Die Mäuse sind auf den hiesigen Straßen erschienen und haben den Kater zum Zaren gekrönt.

Hat nichts genützt.

Aber 'n paar haben es geschafft: sie sitzen in den Parlamenten, sind schlecht erkennbar und vermehren sich gewaltig.

Strohmeier vom Hinterland hat per Gewitter eingegriffen:

der Magier sitzt im Gefängnis und wird angebetet.

Die Kirchen befinden sich auf Stelzen,

und der Mond hat sich eine Mönchskutte übergezogen.

Die Sterne erscheinen in vielen Träumen.



(Der Straßenkehrer uriniert NUN in sein zusammengekehrtes Ergebnis)



17. Taumel



Ungetüme türmen sich entlang

dem Wege, von Gras beschenkt.

Umgrenzendes rostet-

verlegen grinst aufgelegt

der Bauersmann-



Die Saat gedroschen,

Spelzendasein im Abseits-

ausgelaugte Eselsohren.

Faltiges stimmt gewandet den Choral der Standhaftigkeit.



Abgelegt Vergangenes;

umschlungene Arme,

zartend nach Sternverlorenheit;

gekrümmt:


der Liebe Schauer:

ein Flügelschlag

am Ende des Endes von allem.



Aufgelöst entspreizt

sich

süßen Schlummers Verlöschen.



Zerdüsterte Gedanken entschlürfen,

Bedürfnislosigkeit walzt sich aus in Papierdünne.


Strandmeer küßt Wolkenerde



18. Musenkuss am Abhang



Gott, sie haben es schon lange geschrieben:

'O Schreiber des Ostens, gewahrt uns noch die Weile der Erde,

auf dass der Westen entwerde im Austausch mit dir, der du im Fallen bist.


Sie pilgern schon lange gen Osten, die Lourdes-entgessenen.

O fröhliches Jungfernmittelalter! Sie haben dich vergessen... seit langem.

Die Pilger tasten langsam leichtrunenraunig gen Bretagne & co.


Aufbruch mit Inseminationsanfangsproblematik.

Bekrittelt, gefeindet krebst sich die Schnecke des Erwachens in die Herzen der Konfusionisten.


Konfuzius grinst aus seinem Familienkodex.

Laotse schläft lächelnd.

Buddha, Jesus, Mohammed, Zarathustra schauen interessiert Fernsehen:

Jeden Tag gibts die Serie "Jaja, da tut sich so langsam - ein bischen schwerfällig - was".

[na ja: Gott hat auch 7 Tage gebraucht, um die Welt zu erschaffen]


schaffen sie's?

dumme Frage.

[die Antwort war immer da]



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GEDICHTBAND 3



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1. Weine nicht um Ma(ra)donna!



Cäsar siegte, als er kam und sah.

Napoleon auch. Hitler, Stalin.

Fürsten und Gelehrte, Philosophen, Dandys,

der Mercedesbesitzer nebenan und der Straßenkehrer:

ohne Fleiß keine Kärtchen!


und dann kommt ein Engel geflogen...

- Zeitungen verbrennen -

man lauscht wieder

new wave & kumpanei: Schall und Bauch


Brauchen wir Ideale?

WIR SIND DA!

WIR

Ofen knistern, Pappeln wiegen sich nicht nach oben:


Wir haben genug Wurzeln ...

Keine Zeit für Götzen, wenn ich bitten darf!

(Wir sind ja SO höflich geworden ...)



ES ruft schon lauter aus dem Sterbe-urwald.

Wollen wir etwa den Dschungel in uns killen...?!

"No dollars, kein Eintritt!" gilt nicht mehr.


Zeit nimmt uns hinweg...

allmählich nehmen wir uns die Zeit


für die Zeitlosigkeit



2. Babyschnee



Windelwäsche

herbstlaubfarbig auf reinem Persil.

O wie schön ist die Kindheit in rosiger Semmelpackung!

Bald kommt der Isegrimm ins Haus. O Graus!


HABT IHR DIE WÜNSCHELRUTE??

Habet ihr nicht vorgesorget...?


Es naht das Alter auf sanften Schwingen -

sozusagen: federleicht...

ins open-airhaus


- auch "Leben" genannt -

nun hat es sich ausge-opert

"Opfer von -ismen",


sagt 'man' hoffentlich!

z.B.: "Der Jugend gehört die Zukunft!"

Zukunft = Alter

Hier & Jetzt ist immer!


O höret die Stimme des Predigers auf der Asphaltwüste:


"Werbeslogans sterben ständig!

Die Runzelbabies posaunen es schon vor dem ersten Atemzuge:

'Ich bin tot.

Belebe mich!

damit ich wieder werde, was ich jetzt bin.' "


Ruhezeit-Staubkörner rieseln ins Lebensglas

li(e)ber Rilke...

o so-netter Shakespeare..

Heinrich Heine beobachtet euch nicht!

Schuld daran ist seine letzte Liebe am Kummerfein = Krüppelbett

(mausetot dann)


Jugend stirbt

EWIG

IST

DIE

JUGEND

Leben auf Leben lebten wir bis zum Leben



(!:::rhythmus-odem...lacht!!)))



3. Schneeflocken-sommer



Ringelnatz& Morgenstern

- Karbunkelmetrik


"Stolperkomma" :

es semit das Kolon.


Die Luft ist erfüllt vom Schweiß des Nichtstuns

'ich-denke-also-bin-ich-Quatsch'


Was wollte ich sagen am Heimatkamin?

träume...

räume ------------

---------------- räumen auf

Unordnung im Ozongebräu!

Frage: kommen wir damit der Sache näher?

Hier eine Antwortmöglichkeit:

"Hier ist BBC-news.

Wir verkündigen:

Wetterkonfusion von den Balearen ODER linkem Kugelhaufen.

Astronomisches Schneegestöber.


Und nun zur Topmeldung des Tages:

das Gedicht hat (k)ein Ende.

Wir beginnen mit der Serie: (")

Hans DAMPF in einer Gasse. (")



4. Wehmutstropfen

hinweggefegt

Wüstensand

... verwehter Staub .........


Auge tränt: hinweg ging Liebes-gestalt!

(schreit:) BIN NOCH DA!

sehne mich nach DIR!


bist doch vereint...


Einsame Straßen, liegengebliebene Erinnerung

Stummer Schrei an gelebtem Wegesstein:

Ruheplatz unendlich langen Händeberührens


Das Zimmer leer, und doch so voll: Tränen.

Das Herz geht schwer.


Doch nimmer ist versandet:

es kommt (:) Liebe immer

dann



5. Frühling



In der Wüstenei des Frühlings

gedieh die Sommersprosse auf dem

Ei.

Flugs kam der Vogel Greif

und

stelzte seinen Bachvogelsang

kiemend gemächlich die Asphaltstraße

entlang...


Wo war der Werwolf geblieben??

dumme Frage!

Ahndungen verrauschen; Liebesperlen knospen...

lindender Glasflügelnebel

gleitet nun

ins Land


Analyse des Zeitgottes:

Zeitungsklamauk

TV-spot:

urbis et orbis. Weißes Lächeln auf jedes Wesens Antlitz, denn der Mitra-wein stirbt.

Alle lächeln JETZT...

KOMMANDOSTUFE: NULL


Der Winter naht

mit Schneeflockengeschenk: weißgewärmte Erde.

Wie-der Frühling.



6. Stimmung



Wechsende Weihnachten, und die Ostereier-regelsucherei:

zeigende Finger weisen kristalline Wege.

Da machen sie alle mit.

Wir nicht?

Oh, oh, oh mein Lieber:

Kompromisse schielen immer (noch) um die Ecke!

Riemen enger, lockerer --- Inflation,

kein Hut in der Kirche. Nur Mitren sind gestattet.


Abenddämmerung klickt Japanisches und Sonstiges ins negative Das-was-Leben

Hirsch vorm Bauernhaus und Walzer drinnen; schmauchende Pfeifchen,

denn Mao ist out

... Mega-ins und Computerspieler.


(Wer schnitzt sich schon eine Zauberflöte?!)

Bastelarbeit vorm TV-perpetuum mobile:

Mammi ist zufrieden: Pappi hat Bier vor Sportschau:

Schalke 04 gewinnt, und der 'Bum(m)s' ist im Kasten.

Zwar nicht lang, obwohl der nächste Tag Sonntag ist.

(Aber ein paar intensive Stöße mehr)

Das 'Wort zum Freitag' kommt bestimmt zur gemeinsam zelebrierten Mitternachtsmette, Heilig Abend:

"Ach wie stimmungsvoll waren die Abende früher mit Oma & Märchen!"


Geburtsnähte



7. Geschicktes Los

- Schicksal





da hab ich mir was gedacht,

da hatt' ich plötzlich Macht

da hab ich mal nicht gedacht,

da wurde ich ausgelacht.



8. Gedichte



Gedichte sind wie Wölfe ohne Zaumzeug:

weggeworfen ohne Laub in den Blättern -

ozeanischer Sand.

Die Brise verfliegt in der Gischt


Straßenstaub

am Bettgeflüster

hergeworfeltes Linnenlaken

am linden Sang der Liebenden




9. Hoffnungs-los



Da liegt er im ewigen Eis

- italienisches versteht sich -

totgeschleckt

mit denselben Schuhen an.

Rolex - diesmal rechts getragen.


Obduktionsbefund: Linkshänder.



Hätten sie ihn doch mal aufgefressen Anno 70 (Kartoffelkrieg mit Teaparty und ptokemschen Scharmützeln)!


Geschnezeltes war nicht mehr mein Los:

Magen im Arsch,

tief gesunken.



Andrea Doria: 'ne Niete im Vergleich.



Im Schützenverein traf er immer ins Schwarze, meinte der Pfarrer bei der Beerdigung.

Cia-mann lächelt:

"Was hat die italienische Spionage bloß davon, die Uhr ihm falsch anzuziehen?!"

Kopfschuss im Jenseits: das Gift im Eis war Täuschung. (Der Tote war es nicht)


Der Echte erschoß Mussolini




10. Film ab!



Die Rolle spult,

sie spult immer noch.

am Spinnrad Klein-Erna schwitzt.


Szene nochmal - verschwitzt.


2 Stunden später:

auftritt der Star.


Die Sternschnuppen umperlen ihn,

der nur noch Muskel groß und - auf eine sehr gescheite Art - sehr verblödet aus der Wäsche guckt.


Jeden Tag das Desodorant gewechselt; Sauna, Fitness, sexy Unterwäsche für den Fall, der so ziemlich jeden Tag eintrifft.


Ein Reißer nach dem anderen:

Lifting kaputt eines Tages:

2 Pfefferminztee zuviel >>>>>> :

da hats ihm die goldgesprenkelte Karaffe aus der edelsteinbesetzten Hand gerissen.

Und dann noch Klein-Erna am Himmelstor mit Dolch-in-Hand:

"Hinunter mit dir, der du mich einstens verschmähtest!"

Sie stürzten simultan in die Hölle.

Im ewigen Feuer musstens dann viele mal treiben,

bis ein Kind - geläutert, edel und fein - entsprang dem gleißenden Suhlebade.

Stieg auf zum Himmel, bat um Amnestie.

genehmigt. zur Erde zurückgeschickt.

Nun sie der Star und er der Stallausm(e)isterbursch.

Irgendwann haben sies dann gerafft.

Himmelstor, Sohn mordet Eltern, aber das war nur gerecht so:

Jetzt dreschen sie am heiligen Abendmahlstisch Skat



Prologus ante famam: * * Vorwort vor dem Gerücht


Unklarheiten beseitigt - Absatz 10 der Geheimen Schrift von Kanonikus Runzus,

exkommuniziert,
verbrannt als 1000maliger Ketzer,
781.Märtyrer:
ohne Stimmrecht.

Verwiesen wird auch auf 'Rotkäppchen, Teil zwo. Index'.

nicht exiliert.


Esoterische Schriften aus dem Verlag 'Humbugiges aus dem anderen Hamburg', Band 24, Kapitel 2.

Daraus Zitat wie folgt:
"Wie wir ersehen können, kann auch das Nichtsein durch Verdoppelung einer Spiegelmanifestation im 3.Grade der Meditationsevolution eine Erscheinung herbeirufen, die wir hinlänglich als Illusion mit Realeffekt bezeichnen. So der Kanonikus. Die Wissenschaft leugnet weiterhin hartnäckig, was hiermit bewiesen ist."

Aus der Fußnote kommt der entscheidende Hinweis:
"Der Sohn folge seinen Eltern, auf dass sie einstens wieder vereint sein mögen!"



11. Gedankenlos



schwirrt der Geist die Gemsenwege,

verteilt sich rotes Meer

auf Atlantisirritationen.


Auf gen Lambarene, hinein ins Hofbräuhaus!:

Abenteuerurlaub

Fernsehgeknüller

Abguckvereine


Gemütsvoll verdrossen zerschnellt er den Asfalt
unter verstaubten Äonenschritten


Ziellos unbekannt; Marschroute:
"Don't worry: work, fuck or read!"
Sex, drugs und der letzte Tango.


Verregnete Sonnenscheine -
graue Eselsohrendollars
mit Christbaumverschnitt

Da kommt das Licht ganz plötzlich am Ende eines Bürokorridors:

Fräulein Schmitt ists. Die mit den parfümierten Lockenwicklern.

Verkleidet als Engel.

"No problem! Sie heilen wir garantiert!"


Traualtar, Ringe, geflitterte Jahre.
Abgang, Himmelstor.
Schild dort:

"Warum warst du so gedankenlos, nicht auf Gedanken verzichten zu wollen?!"
Da hat er doch glatt Schlachtbank & co. im Kopf, als man ihn stumm ansieht.

Doch geleitet in den Raum mit Speis & Trank, vergisst er schnell.
Fräulein Schmidt kommt herein,
und ehe er es sich versieht,
nuckelt er wieder an einer neuen Mutterbrust.



12. Funktion


Alpha, Omega

tipp in&out.

Lichtdunkel tappen wir im Scheinwerferstrahl:

Gebläse im Einordnungsgemeindeunwesen.


Kauderwelsch im Universum:

Wo sind wir verbunden?

Antwort: verkabelt, angenabelt im Datenclub mit unbeschränkter Gleitbarkeit.


Wir rollen gut in den Kompromisstkanälen.
Ach so gut!


Bungalow auf eigener Insel
mit TV.
In die Zukunft gesehen hat man kurzsichtig eingeschaltet in Quoten & co.
Splitter im Auge deines Bruder ~ Schwester-Daseins:
hast du dich, hasst du nix.
War mal n Slogan in einer wortlosen Welt.
Lang, lang ists her.

weit ist es nicht mehr.



13. Schwerelos

(Phantastischer Reigen nach J.Knutzfuß)


Jomei, jomei: jetzt sind wir im Weltraum!

Wir waren schon immer die Weltmeister.

Aus ner Waschmittelreklame ne Philosophie machen!!

Tatütata, die Feuerwehr ist da.

Ohne Fleiß keinen Preis.

Obs regnet oder schneit: immer Heiterkeit!


Top-fit sein ist Trumpf am Stammtisch: no Wiking, viking und 'why king?'.

Weihrauch, Konfetti & ein Todesschuss

in den Kopf / in die Vene

Wo wähnet ihr der ehrenwerten Liebe Streben?

Wann nehmet ihr das Ticket von Urvorlang?

Pianorauschen hinter aufbrisendem Chopinvorhang

Sternschnuppen für das Säuseln eines Hauchwortes


Leicht ist die Schwerelosigkeit


14. Fernab


der Zeit, der Welt, den Gedanken

schweift Ruhelosigkeit

die Häuserzeile entlang.



Gassenmüll,

abgekehrt von Müllmann Nr. 17


hat er gemunkelt im Zwielicht der Infra-umwelt

Traufrisch ein Elflein libelliert

über versunkenem Teich.

Traummulde
ganz nah.


15. Karussel


dreht sich,

dreht sich,

dreht sich

immer noch

um

die Frage:

Warum links, warum rechts, warum die Mitte und nicht anderswo?


Schule aus: die wertende Maus hat der Kater geschluckt!

Jenseits der Werte sitzt aber der Meisterkater.



16. Noch eins


Und dann machen wir noch einen drauf

und hauen auf den Lukas!


Irgendein Apostel wird schon lachen.


Dann kommt eh das Jüngste Gericht (Wieso nicht das Älteste?) .

hast wohl in der Schule nicht aufgepasst!
1 + 1 = 2

Wenns keine 11 ist, gibts kein 'wenn'.
Wenn du denkst, ist es so.


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GEDICHTBAND 4


"zeit-Stimmung"



1. Poesie der Schwalben



Eingenistet am Berghorn:

zerfaltetes Frühlingssehnen

---

dehnt sich der Schnabel

windrosenkeilig

gen

Süden

ziellos



2. Walzer


1, 2, 3 und links herum

2 rechts, 1 geradeaus

fertig ist

der Endlosdreh
im Fertigrausch

Instant-pseudosex
- fin de siècle -
Neuropathikum
der Blauschwanzsouffragetten
(Mann inkl.)

Karoussel aus Asche:

Phönix in den Wehen von Menschwerdung



3. Kater


Mint & Maunz

am Balzplatz:

dyonisch torsioniert,

Schnapskadaver auf November- bis Oktoberwiesen.
&
Gauleiter und Politfrust.
Links & Rechts:
Scheineremiten im anonymen Kommunikationskauderwelsch:
"So hammers und so bleibts".

Ausgeschaltet und eingeturnt.
Hiphiphurra & Youppy und Grupy:
"Oh, what a groovy feeling!"

Champagnergeseufze auf der Titanic:
Putzlappenheroen und Endzeitperipathetiker auf dem Dornengang ganzheitlichen Analysentums:
adé Aquarius!

Mein geliebter Nostalgie-Villon: packen wir es an, meint Kater Carlo und schlingt meinen sauren Hering.
Mit anschließendem Sektfrühstück. Versteht sich.
Rezept: Goldene Badewanne
+ platin-kachelblondgetönte Wasserstoffnixe, S.Freud nonchalant lesend, Trouettchen geöffnet
immerdar
Ampel davor auf rot geschaltet



4. Ohne Pflegen kein Segen


Das Neue Testament

nach dem Ungebärde-spiel:

Aufräumearbeiten, Entseuchung des Mississipi:

Ausstieg in, Einstieg aus:

Katalysatoren im Wechselbad verstopfter 1000-füßler-asfalte.


Jungfrau reinigt sich analytisch und praktisch:
Steter Tropfen höhlt die Samen,
läßt spurlos verschwinden Politsplitter.



5. Herzdame in Öko-öl


In der Spülanlage

setzt der Kokser

seinen letzten Stich

seiner Herzdame aufs Sonnengeflecht.


Mohn-mond im Löwen:

Wo ist dein Herz?

Die Mähne ist abgezahnt.

Blutgerinnsel im Wüstenstaub:

wegen ein paar Tropfen Auto-saft.


Das Ich düstert,

und Ruhrgebietler bauen perma-dynamische Gärten mitten in der Grauzone der FeineWesten-noblesse détruit-"Kultur"



6. Probe & Erfolg


Dann haben sies probiert,

gelernt aus den Schäden:

verbanden sich zur einsamen Einigkeit.

Wurden wieder 2.

Zu 1 wars ja schon schwierig.


Unterleibsakrobaten ohne Tantra tanzen in kümmerlichen Grauhirnkanälen.

Spalten, Schlitze und andere Einschnitte verströmen Kathetergeblocktes:

orgasmische Verbalumsetzungen.


Heiratsquoten und Aidsstatist(ik)en

Bangkok-kokkomanen, im Jet schon abgesoffen: geile Karlmayurlaubstage: schlicht. Ohne Cliché.


Waxfigürchen beim Pasodoble von Zweck & Freud.
Adler & Schlange im Wexelgebiss
"Big Gringos on the road!"
Kein Parfüm mehr in der Lederperücke (:)
Punkromanzen mit Hippycoolbürgerlich-verschnitt


STOPP!
Der neue Roman
Die Neue Welle
Chaoswissenschaft
Genmultipler
Chips-fuck
Techno-urwald
"je te désire"
"Mein WAS??"


Ungenannte Namen, oft praktiziert -
Chymische Hochzeiten in altrömischem Gebrüll:
Zurück zur Natur, ihr...ihr verdrahteten Chromschwänze und abgelapptes Artischockenviolett: ihr - du - wir
O, Mannfraukindtierpflanzesteinwind,

Odem aus unio mystica ..............



7. Liebesleben eines Chamäleons


Langweilig

grau bis Rotschimmer.

tötet die Emanzipation.


Weckt das Kind auf!!

"Psst! Lass es schlafen: Es hat ein so rosig Mäulchen... "

Kind: "Damit ich dich besser bespucken kann."


Und der Lama dreht die Gebetstrommel.
Und spricht: "How much is your girlfriend?" (Wieviel kostet deine Freundin?)
Selbstfindung ist in des Globus' unschuldigen Gefilden en vogue (im Schwange),
bedeutet: NO SEX, PLEASE!

Die Jagd hat begonnen, weil sie zuende ist.
Keuschheit und Gierwahn.
The devil walks next to you in Bangkok-City. (Der Teufel spaziert neben dir in Bangkok mit)

Nimm die Aidspille,
flicke deine kaputt(en)gelochten Verhüterli ("fick die Alte!")
und schieß die Romantik auf die senile Hekate-Lilith.

Männer darben
Frauen blühen welkend auf
beim Wüstengang/trab
nach Selbst-land.

Prostitutionszeit,
Eremitenlos.
Spirit im Vormarsch
Liebe
im
Arsch.



8. Familie


Einssein im Krebs.

Kondome im Mauseloch:

Speck der Vormutter.


Money, my sweet home;
no future in politics;
Kinderration.

Saufen am Kumpanen-tresen: Berufsflucht (-pflicht).
Sportschaugetanze:
der große Sylvesterball:
Ballons ohne Hose,
tote Lose
mit Kindergebrüll.

Kinder explodieren in Fragen der Reorganisation ihrer Baba-coolis und Mami-Bijouterie-teenis

Kosmische Komik
Comics für die Familie.




9. warten - nicht warten


Ich warte ohne zu warten
eine lange, lange Zeit
Ich misch des Schicksalskarten
und werd 'zur Ewigkeit
Dann gibt es eine Zeit - von Zeitlosigkeit...
Dort kennt des Wartens Weile
keine Eile

Wo bist denn du?!


Die Leute haben keine Zeit.
Das ist nicht die Ewigkeit!
Sie leiden hier, sie leiden her.
Heut' ist das leider gar nicht mehr schwer...

Wo ist Leben?
Wo ist Liebe?
Wer kann noch geben?
Gibts nur noch Triebe...?

kann nicht mehr sehen
kann nicht mehr hören

Mir ist vor lauter Hören & Sehen das Suchen vergangen!

Gefangen in meinem Sein
genieße ich das 'Mein'



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