Donnerstag, 19. Juli 2007

Dienstag, 17. Juli 2007

gedichte

GEDICHTBAND 1


Zeit der Schwalben




1. Spielgelüste


Ich habe meinen Liebling

zwitschern gesehen

und ich habe MEINEN Blau gehört

aschfahl

"und Prügel ham wer ihnen gegeben,

den Schein-exilierten."

immer drauf: geht das Tal bergauf.

jammert Natur im Atem(ge)sang

2. Verdrehtheit

Torsionen von Café

Marmeladevisionen

Himmelsschizophrenie


O wie klar (gesungen) sind wir am Morgen.

means: Eckenflucht.

Weck die Ecke auf, sie kann nichts dafür.

Der Abend ist locker vom Hocker, aber wehe der Frage-stelzenmann kommt!

Geht die Schneise (die gute, aber was für eine Mélange à trois, zu viert, zu unendlich!)

weiter... irgendwann führt Stolpern zum Erfolg



3. Frustration

Da spricht man und munkelt

laut und leise durch die Gassen:

Zwischengeflüster neben bei und auf und davon.

Keine Antworten auf wichtige Fragen.

Leer bleibt selbst die Stille


Das Ende von der Geschichte.

Nichtverstandensein

Geduld, fast endlos gefordert, ohne bewusst gefordert zu sein.

Leere Zeilen,

fast endlos geschrieben

dümpeln vor sich hin: das Beisammensein.

Medienpapageien

Quasselquasselbluppblupp gluckst es ab: den reißenden Strom sehen sie schon gar nicht mehr...

Ertrunken sind sie schon und heben immer noch ihren Espresso am Morgen. Am Abend was anderes.

Dann gibts mal wieder Aufregung von draußen,

und jeder nimmt Anteil.

Und keiner schert sich drum!...

Am Stammtisch gibts dann großes Getuschel

(aber das ist ja schon Geschrei: ------)

4. Farblos


Gescheckter Tiger wird gecheckt

Ratio 203, Strich // halbierte Quersumme imQuadrat: Büroscheiße im 3/4-Takt.

Trakt 320

Zeroverschleiß

in Tüte

mit Verpackung
(Banderole extra)

Da nahm er sich 'nen Pinsel, bemalte seinen Schwanz.

Keiner hat ihn wiedererkannt, den entlaufenen Tiger.

5. Spiegelbild Farblos

Sie hatten ihm eigentlich nichts getan.

Nur sein Hotelnachbar hatte sich beschwert: "Ständig fließt Scheiße unter der Türe durch!"

Was soll man machen, wenn einem die eigene Scheiße stinkt?!

bis zum Himmel in Tüte

bis zum eigenen Hals mit Verpackung

bis zum Gehtnichtmehr (Banderole extra)

Der schier endlose Durchfall ... Da nahm er sich 'nen Pinsel, bemalte seinen Schwanz.

Mentalanalfickerei Keiner hat ihn wiedererkannt, den entlaufenen Tiger

Abfluss muss sein: ab mit dem Scheiß! Kanalisation kaputt: zur Hölle damit!

Also zum Nachbarn, der einem die Hölle heiß macht

(und das soll WAS heißen?)

Der Nachbar liest Zeitung, mit der er ständig sich den Hintern wischt: eines von diesen Scheißblättern. Hats verdient.

Der perverse Analerotomane.

Wischt für die Menschheit, für die Seele:

weißer als weiß.

Wen wunderts - Reklameohrwurm ~ Chaoskatharsis!

"Jedem das Seine, jeder nach seinem Geschmack":

Selbst im Dreck gibts einen hellen Fleck

6. Ausweg

Aus dem Dilemma heraus

den roten Zahlen

der Misere

da kommen se schon:

Miserere, Misericordia

sei schön brav, bis ich wieder komm,

sonst gehts dir an den Kragen,

ins Tintenfass.

Dort ist es bläulichnass.

Nur ES bringt die Erlösung.

Nehmen Sie sich ein Beispiel! Das Volk (??) braucht Vorbilder zum Hinaufsehen, unter die Erde sehen,

tief in sich graben.

Gräberillusionen

Mit dem EIGENEN Arsch sitzen wir auf der ewig berstenden Schatztruhe.


7. Wort-Symphonie

Beispiel: Trauer muss Elektra tragen




Trauer muss nicht nur Elektra tragen:

Ein Elektron hat genug Umdrehungsprobleme: Trauer.

Ein Elen hat ein schweres Geweih zu tragen: Trauer.

Lektoren sind traurig bzgl. mancher Texte.

Ein Ektoplasma hat mit seiner Krankheit zu ringen: Trauer.

"el" ohne "la": keine mystische Hochzeit: genug Grund!

An nichtrunde Ecken zu stoßen bringt Weh: Trauer.

Transpositionen, Transmutoren, Transplantationen, Transportwesen und dergleichen Tra-gisches mag hin&wieder trauern.

Ein Tr (=Triller) mag nicht immer fröhlich klingen.

Leckerbissen bleiben manchmal im Halse stecken.

Tra braucht keine Trauer tragen, da es als Wort nicht lebt.

Im Anfang war das Wort, das man nicht aussprechen kann.

Es macht glücklich.



Tra wird nicht gesprochen, macht trotzdem nicht glücklich.

Vielleicht eine spezielle Art von Traurigkeit.





8. Am Trageriemen



Vertan - der Lauf der Gezeitenlosigkeit

Aschengeklimper am Bogenhals der Violine.

Da schafft man und werkelt...



Stundenhektik

8x8

Geklapper der Tipp-schlangen



und der Wind röhrt SEIN Lied

immer zuende



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Regel

Pegel

Flegel

ratschen Kasperlmusical

braungebrannt,

Rum in der Hand

on the rocks of Gibraltar

a fetzig Mjusikk isch dös



So plappeln sie:

'hempeldipemopel'
in der Staubarena e

iner Dis-cokette. Könnt genausogut auf der Dorfwiese sein

oder im Dschungel mit 'humpa-bumpa-täterä'

Und dann wirds ein Rucksack - hoffen wir mal


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Gedichtband 2


Alarm - nein bitte?



1. Alarm - nun denn?


Haben Sie schon gesehen,

was am besten geeignet ist,

um die größte gemeinschaftliche Anstrengung zum Nutzen der großen Allgemeinheit zu machen unter Ausnutzung der Minimalanstrengung?

(Wie es ja normalerweise der Fall sein sollte in einer geordneten 'Sozietät')



das haben sie so gebrabbelt an einem lauschigen Nachmittag unter dem Flutlicht der Sonne.

und haben Waschmaschinenspülmittel verkauft...



Die Gänse haben gelacht. Der Weihnachtsmann vergluckste sich beim Ritt durch den +-5°-Weihnachtswald.

Die Habichte verdrehten einen Torpedo nach dem anderen.

Die Kinder saßen ratlos ~ stumm = mit offenen Mündern im Sandkasten.

Die Mütter umklammerten verzweifelt ihre Rockzipfel. Mit halben Krokodilstränen in der Axelhöhle.

Höllen habens ausgestanden: keine Kaffeepause

kein Fussball im tivi

kein Stammtischbier

etc.
Rote, gelbe, grüne, blaue Knöpfe wurden hemmungslos und mit Hemmungen

gedrückt

angetastet

erfühlt

genossen

herbeigezweifelt

mit Verdruss

bejubelt.

Aus der Traum!

>Besenkammer, Spülmaschinen, Saubermachen, Frühlingserwachen - am falschen Saisonbeginn!

UND SIE WURDEN ALLE FALSCH BEZAHLT

A L L E

und nebenbei gabs falschen Alarm

nicht Gänse,

nein Pinguine




hatten ihn gegeben,

den Alarm


2. "Erich knappzahn, 45, im Alter gestorben, den 15. Jänner"

Knappsche Regionalzeitung, vom 27. August AD vor Mohammed



Einfach abgetreten isser, unser Erich.

Er war immer ein so guter Heinrich mir & meinen Enkeln gewesen.

Der Letzte im Kegelverein; und immer lustig, so betreten hats aus ihm geschaut.


"Ach hätt der Herrgott und Fraumutterselig, die gebenedeite Mary, ihm doch noch ein paar Schäferstündchen als Bonus gegeben,

als dass er mitten im Samengespritze so edelmütig dahinverausabschieden musste.

Was soll ich nun tun, ich armselig Mütterlein nebst meiner verkackten Ver-bekanntschaft?(!)

i halts nicht mehr aus
i kauf mir ee Strick -

oder ich [verschmitzte Monalisa] angele mir halt so eenen von diese Trizillionäre.

ne Guntersäxle mit singem feschen Hoselatz oder sowas in jene Art.

O, Mann, was hun esch für feuchte Träume...!

Die Pornos von minge Mann - Gott hab ihn selig und die ganze Heiligenbagasch inklusive, gell? - san ja ne Drechvotz mitsamt Schwänzlelollipopp

dagegen-

und die Kinder gebe ich ins Altersheim."

Ach Annamariaplurabelle mit den Rehtittchen, du hattest recht:

Man muss sie besteigen wie 'n normales Fahrrad.

Der gute alte Salomo, wie wahr das Hohelied der Weisheit!


Bei der 15. Vergewaltigung mit Inzestverschleierungstaktik haben ein paar Weißkittel sie ins Irrenhaus gezerrt.

Wieder der Donaukurier, Ausgabe vom 26. August AD vor Zarathustra, mit Folgendem herbeizitiert:

"Im hiesigen Waisenhaus schrieb Zoltine Kummerfein ihre erlesenen Memoiren linkshändig auf feinstes Büttenpapier.

In Courtsmahlermanier mit einem Verschnitt Jaspers/Rilke-Joyce

und wird demnächst in Fortsetzung unter der Spalte Tante Emma(s) erscheinen.

Wir bitten um zahlreiche Vertretung.

Kondolenzschreiben gestattet.

Beerdigung

-demnächst in unserem Theater.

Anbei

-eine Photokopie einer schön gelungenen Postkarte

aus Astralbereich 26

Abteilung "tote ohne verwesung" . "

Auf dem Kärtchen stand von rechts nach links in Spiegelschrift: erichheinricht samt Gemahlin ( . )

sind in flitterwochen

bis früher, deltarömisch 12a"


3. Gewalt der Zukunft


Wintermärchen, ausgeklügelt im Emmentacher Bulletin

Wir kennen uns aus.

Ein Freund hats uns gezischt: 'Besser ist Rotwein als Bier für kummervolle Gastritis.'

"the west is the best".
Alt
er Slogan, abgewimmelt durch Antipropaganda.

haben Sie schon gesehen

gehört

geschmeckt

gesensifiebert
Im

Fieberwahn: Malariafans.

Uralt-galerie.

austrompetet, ausgeklunkert

- Keine Phrasen mehr über Gewalt -

Wie verändern wir das?:

Wir haben keine Fortsetzungsgespräche mehr.

- Vater! Ich kille dich -

- Mutter! Ich ficke dich -


Die Spangen wurden langsam abgelöst. Gewaltlüstlinge auf Inseln verfrachtet, wo sie sich gegenseitig behandeln konnten, ohne Glukose,

ohne Insulin, ohne Stimulantien.

OHNE DEN REST EINER ZEILE

KOMPROMI?LOS: . jjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjjajajajajajajajajajajajajajajjajajajajajajajajajajajajajajajajajajajajajaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa

gefurzt? Nein.

gerülpst? Nein.

und jetzt wollen Sie auch noch wissen, was das bedeutet (!)

aus, am Ende, mein Freund. Brauchst du ein Wort?

Mußt du was TUN?. ......................



Leg dich hin und hoffe, dass die Dollars vom Himmel fallen! Sonst musst du was tun und Ruhe bewahren.

RUHE SANFT - natürlich auch kleingeschrieben.


4. Lasst uns die Nacht in Feuer setzen!


Und es hakt und hakt.

Und da meinte er doch glatt: Vater, ich haben einer Laus gesichtet?

Frage: War der noch klar, hatte er einen Sprachfehler? Wusste er zuviel? Haben wir ihm zuviel zugemutet?

Müssen wir noch mehr sagen?!

Haben wir nicht die Akten schon längst erfüllt: v o l l gemacht?!

"O Mutter, wie groß ist deine...? O Vater, wie hart ist dein...?"

(Habet ihr Kinder,wollt ihr keine Enkel?)


O lasst uns das bestehende Feuer anbrennen,

dass es brenne lichterloh in den Städten, Dörfern, Weilern, Häusern, Hütten und im Freien!


rrrrrrrrrrrumsch. Please not. Weg damit!

Romantik, Klassik, Barock und all die Formationen von Unbeständigkeit...

Wir wollen schreibend sein: "EIN".



5. "Liebe (r / s) ...


Ich setze die Welt in Feuer.

Hilfe kam selten.

Ich starb am Hungertuch

und setzte den Kosmos in Feuer.

Hast du sicherlich vernommen.

Wir-ich kommen-komme an am 3. November 19 Uhr, Bahnhof

Original liegt vor.



Protuberanzen von Meditation gleiten hinein in Unzulänglichkeit - von außen ( = Indianer am Aussterben).

Es lebe die Linguistik!

I got it, baby

you'll like my wife.


ALLE HABEN MICH STERBEN LASSEN,

UND ICH LEBE -



Romane gedeihen, Gedichte. Die Ernte ist gewaltig. Keiner wills. Ich bin, schlurfe den Rock-all-simultan im Samadhitakt bergauf, ins Flüßchen hinein -

sanftes Rinnsal. Allallturbulenz. Nullsex, Allsex. Was ist eine Beziehung? Die Professoren diskutieren. Ich rammele den Tag durch Mentales,

Psychisches. Irgendwo at the edge of the moon. Und "Wo hascht du dei Erbteil gelasse, mein Kind?"


Beatles forever, Aram Chatschaturian und Gustav Mahler. Der Superhightoptechno/african-urwaldwalzer.

Hamse schon gesehen, alter Freund: Sie rauschten aus der Pforte des heiligen Nikolaus.


Sterben ham se mich gelassen. Kartoffeln aß ich von früh bis spat.

Ich nahm den Spaten und grub mir ein Gedicht:

"Vögel. Fress. Rotwein

trilogisch...

Cézanne-Blüteabend. -

GRAB



Und brauchte mich noch nicht einmal umwälzen (dort), als der Direktor meinte: "Miete nicht bezahlt: raus!" Und ich wusste: es ist ein Traum.

All die Schlitzweiberschlitze & Frustransspermamachos hingen an meinem Riesenphallus und saugten, und 'kriegten' ihre Saftmilch.


Ich beherrsche die Welt, und bin freundlich nur zu dir und wenigen anderen.Und du meinst, das wäre kein gelungener Schluss?!


'Wir sehen uns, Baby ------ Ich sehe dir schlicht ins Wasserfrauauge, großer Krebs am Horizont.

Schlurf, baby! Sonst gibts den allerhöchstheiligen Frust



Sonst noch was?

Bis dann.

Gütiger Himmel! Du... ich finde, der Planet kühlt ab."





6. Und du hast nie den Hund unter den Wölfen gesehen...?!



Na gibts denn sowas?!

Nina Haben hagte schon am Rosenstrauß,

und du hast geleuchtet in den Silberwald.

Da meinte der Riesenmeister: "Wir lassen was machen für dich!" (Denn Fenster sind kein Kaminfeuer)


O Morrison, die Daten sind richtig.

Die Seiten sind abgespanferkelt.

(sie machen nur kaputt)

schlaf, baby, schlaf!

die Leute sind o.k.

Wenn ich dir nicht schreiben müßte, ich hätts schon längst getan.

Ihr pennt ja - ich schlafe.

Und bin schon wach vorgestern

(Ich brauch noch nicht einmal zu prüfen. Die lassen mich sowieso nicht rein [ich bin ja schon drin] )

Ham se gesehen, wie der das Tennisas schoss? Keiner machts ihm gleich!

Oh no, my dirty pig. Armes, armes Schwein! Falsch getippt: Saison ist vorbei.

Ecriture automatique. Und:Wer verstand schon Kisuaheli...


Es hieß: "Danke!" (ohne Grund)

Gott - noch mehr?

Botschaft kapiert?

3.11.1993 / 19 Uhr

Bin ich dumm? Nein! Nur genau. Ende der Story. Sonst denke ich noch: die Quantität macht den Furz. (Warum nicht?)




7. Monument


Gebaut ist es geworden.

Lobredner haben es angehimmelt, vererdet und zersternt.

Pilgerscharen verneigten sich bis tief unter die Erde und vergruben sich dort ( . )

und haben doch nicht geschaut den Rosenkranz, links daneben. Am Wegesrand.

und gingen vorbei, schweigend:

Todesgräber im Himbeergesträuch

Pestatem im Verwesungsholunder

Eiterbeulen in Schwitzschrift

10 000 Jahre stand es dort.

Milionen Denkschriften.

Ausgefasstes Latinisieren eines einzigen Buchstabens auf dem Monument.

100 000 produzierte Kommentare:

flügellos

ungeschwächt

hingeschmachtet



und der Wanderer in zeitlosen Äonen hat lange nachdenklich geschaut;

Träne um Träne rann sein hagres Antlitz herunter.

Die Finger ließ er schweifen die Linie des Horizonts entlang.

und hat sein Butterbrot gegessen ohne Pein;

und warf die Krumen den Vögeln vor die Füße,

die ihr Nest gebaut

im Rosenkranz



8. Plauderon akusticale

Plauderton


Amselweg

Finkenstraße

Birkenallee

Hölderlingasse

Am faulen Tor

Hinter der schönen Aussicht

dem Dümpelheinrich


Zartes Gewächte auf zinnerner Flur

Gewächsveredelung à la Rilke - Hommage à Klee

Blatt joycet eleusynisch

Stressbefall asphaltiert unsichtbare Gewalt: Skandal! ... Im Laubwerk!!


"und holzeten ab der Dschungel viele,

auf dass der Weg geebnet würde den Aschezylindermagisträten, den geweiseten Rauschebärten.

'Mentalopiumcerebrum spinnefanz': alsogar lautete Diagnosis.

Tempelwächter macheten sich auf,den dornigen Weg der Karriere

zu

begehen.


auf dass sie erspäheten Sankt Dow Jones aus dem Walfischbauch der zermarterten Schweiß&Blutmasse von Duckwesen...

...zu haben den ewgen Ruhm auf Obelisken

IM dazumaligen Marktplatze zu Hinterdachschädelkaputtingen am

Taubersee:

aktenzei

chen*



9. und konnte nicht schrei(b)en aus voller Kraft


"Saftspesen hams mir gebbe

abgehalftert hab ich g'wurmt mein saumseligs Gemächtele

mei Frieda hams gklaut

mei Bankkonto zug'macht.

Mauer ums Haus

Pestbeulen rein

Klavier zerhackt.


Mein Name ist Job. Ich ersuche freundlichst um Genehmigung, ein Stückerl Erde aus meinem Garten mit mir nehmen zu dürfen in

einem Plastiktütchen von Woolworth.

Es ist mir mehr wert als ein Papst-die-Erde-Kuss

glaubens mir!

Ich bau mir draus ein Schlössele in meiner Tonne, die ich vom St. Diogenes vermacht bekam. Anno: Dortabmehr.

Schuldschein kann ich vorlegen. Notariell vollgestempelt.


Ach - ich hab noch ei Lieb im Tenniscourt. (war doch ein As im Flüstern meiner Legenden!)


Ich hab die Notiz nicht vergessen, die mir freundlicherweise zugestellt wurde:


'Demnächst verabschiedet sich unser gepriesener Literat von der Bühne, die ihm das Leben bedeutete:

>er zerliest seine Lieder im Keller des Rathauses unseren amtlich bestellten Ratten vor. Zapfenstreich, Ordensverleihung, Stadthymne usw.

Milde Gaben zur Beerdigung erbeten.

Es werden gebilligt: Strohsarg, Bettelspaten und Zillionen für seine Werke. < "



10. Mitteilung eines vielleicht nicht fleißigen Schülers, den der Lehrer kannte



"Aus Anlaß unserer Vermählung geben wir, Trausigmunde Lieblichgraus & ihr angesegnetes Ehegebinde, der stattliche Herr Trutzkraft, Graf

von Huckelamsilberberge vom Eichenkerker,bekannt:

Ein Sohn ist nicht geboren uns: eine zweidottrige Tochtermaus hat sich geschlüpft aus (in) unserem Nest, das wohlge Heim zu

besudeln mit Babykotze & Alpenmilchschokoladeriegelspritzerlein aus Früchtebrot mit Kandisersatz.

Das süße Scheißerchen entklamm sich der Uringasse zur unheiligen Stunde 1#.

Wir bitten den Herrn um Vergebung für unsere Sünden und geloben, in Keuschheit Söhne gewaltiger Priaptizität auf der

WELTbühne erscheinen zu lassen.

Wurde gesagt, wird getan. Gehorsam ~ Pflicht. - Kanonenfutter und Spinnradwindeln werden hergestellt in meiner Fabrik."



Ich mach sie aber alle wieder kaputt und dann verkaufe ich ihren Schein, den Schatten & die Vorzüge. Man kauft mal gut, mal nicht gut.

Gerade stehe ich im Hoch.

Deshalb will ich mir Mühe geben, noch zu steigern den ewigen Sekundenatem.



Sprachlos habe ich Worte gefunden (man hört mit den Augen).

Auf den Toiletten steht man in Habacht-sitzung. Nicht mehr lange wirds gehen

... dann kann ich das Licht in meiner Mansarde nach draußen entweichen lassen,

damit der Asfalt glänzen kann,

auf dem meine Spiegelbilder lustig zu tanzen angefangen haben



11. Heute ist ein mieser Tag



Der Milchmann kam nicht.

Die Sonne scheint. Gestern hat es wenigstens geregnet.

Der Postbote bringt mir Geld. Ich soll ihm ein Trinkgeld geben.

Meine Frau ist nicht zum Zahnarzt gegangen.

Meine Tochter hat das beste Zeugnis nachhause gebracht und erklärt: darauf schisse sie. (Sie sitzt seit 1 Stunde auf dem WC + tuts)

Mein Sohn hat seine Laufbahn als Punker aufgegeben und will nach Kalifornien auswandern, an der Uni Kartoffeln von unten studieren:

das sei das Affengeilste von Schlammgeschmeiß, das er je im ausgeschissenen Schlaraffenland gespäht hätte, aus der Perspektive seiner

Wixmatratze ferngeglast. Höhere Philosophie im Spermentertiär sei das.

Die Sonne scheint schon wieder.

Das Horoskop von mir für heute verheißt gutes Wetter an der Börse.

Ich hab schon wieder gewonnen im Preisausschreiben. Schon wieder ne Enzyklopädie. Aber in anal-phabetischer Schrift!

Meine Tochter heiratet heute. Die bekommt einen Mann, der kann lesen. Ich hab ihn mal gelesen mit meinem PSYCHOBLICK: 'n Yogi von

den Alpen, isst nur Beafsteak mit Heurigem danach. Ist mal über die Donau gegangen, hat aber gemeint: mit 50 Talern wäre es vielleicht auch

gegangen. Für den Fährmann. Aber der war einen Tag vorher gestorben.


Die Sonne geht unter: meine Kinder sind im Computerkino um die Ecke. Da kauen sie während des Films Laserstreifen: damit können sie

sich den Film am Hintern ansehen.


Was mich angeht, habe ich einen Tippfehler in meinem Marskanalmarginalgehirn entdeckt und war heute beim Onkel Doktor. Der hat gemeint:

"Nur nicht aufregen! Sie sind seit 2 Tagen tot. Das kommt schon mal vor."

Ich kann dem nur beipflichten: der hat 'ne wirklich gute Fantasie




12. Unvergänglich: Liebe



Am Knotenseil

verschränkt,

hängen sie aufgehenkt,

ineinander verschlunken,

ineinander verhakt.

Die Leichenfledderer verkauften den heruntergerieseltseienden Samenbrei an (!) eine Retortenbank, damit es wahr werde:

'Wer Ameisen liebt, soll sie mit Honig füttern.'

Die Melodie geht ewig gleich schon immer den Bach herunter.

Der Mississipi ist nicht eifersüchtig.

Ebenfalls:

Neptun hat sich eine Frau genommen.

Die Sabinerinerinnen haben sich Androgyne zum Ausgleich gesucht.

und keimen tut der Spross am Erdenwurm ein gleiches sich an ...

Man muss Hölderlin rechtgeben:

der Egoismus tut jedem gut in der Stunde der Gefahr:

"Ich habe geliebt, und Kinder auch gehabt,

geliebt (-).

und gehen lassen."

Honig gab ich ihnen zur Mitgift. Sie haben sich daran vergiftet.


Mein Sprachfehler ging dadurch weg.

Hölderlin hatte Recht >> : nun kann ich meine Zahnlücke wieder mit Dichtung verschließen.

Ende des Gedichts.

machen wir Schluss

o.k. & k.o. cie



13. Sie kamen nicht nach Hause, die ruhmreichen Krieger



Sie sind gestorben.

Eine Astralarmee haben sie gebildet und den Herrschern im Traum was erklärt.

Die haben stattliche und staatliche Albträume gehabt und wieder im Fußball gewonnen. Jetzt stehen sie ganz oben auf der Tabelle.

In der Börse ists dasselbe. Mein Nachbar hat jetzt einen besseren Wagen als ich: die Werte von Elektrodynamit sind auf den Asteroiden

erheblich gefallen: "Wir rufen die Universalkonföderation" hat mein Jüngster dank seines neuesten Computerspielergebnisses mir gesteckt.

Traumwelten. 'ne Menge.


Ich hab die Tageszeitung abgestellt, auf dem Fußboden der Dachkammer.

Mir haben die Ratten im Traum gesagt, sie wollten endlich auch so gebildet sein wie die Menschen. Nun gut.

In einem Abwasserkanal in New York gabs ja mal Alligatoren. Aber die fressen keine Menschen. In Europa jedoch haben die Fliegen seit

ein paar Jahren spitzbekommen, dass sie die Menschen anbohren können. (Vielleicht sinkt Europa in einen noch tieferen Schlaf, als es

schon solange tut) Das geht so: ein paar Generationen wird herumge-tsetsetert, bis sies raushat: die Abweichfliege ist da.


Der letzte Traum war ein Ohrwurm:

Alle haben ihn gesungen, hatten sich in Lagern konzentriert oder haben sich aufenthalten lassen. Jetzt ist die gesamte Erde von

Stacheldraht umgeben.

Ich hab mir vom Reinkarnationsikarus 'n paar prima Flügel kommen lassen.


Jetzt träume ich nur noch von Soldaten: die laufen barfuß für 'n Riegel Sesamkrümel. Das ist gesund.

Ich trinke dazu Wein.



14. Es tut mir leid: ich kann nicht mehr soviel weinen um den Zustand in dieser Welt



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ich erwache gerade wieder

Verzeihung: ich hab die Zeitung noch nicht gelesen!:

die erscheint immer verkehrt herum.

(deshalb ist meine Aussprache um so feuchter)


Ich, Adams Schoß entflossen, Erbe von Kain&Abend, habe meine Frau zum 50.x geheiratet: macht immer mehr Spaß!

Mein Gemüsegarten ist immer noch nicht angelegt worden (hatten wir uns vor der Ehe wahrhaft geschworen).

Ich hab einfach den Löffel abgegeben, denn die hatten mich schon abgeschrieben: sowas käme heute so gut wie nicht mehr vor.

Standesbeamte sind ja nicht mehr Beamte-mit-Stand. Standvermögen haben die auch nicht. Aber wenn sie mich sehen - jedes Jahr einmal;

und das wie gesagt nach 50 Jahren - freuen sie sich: ich bin ihr einziger wahrer Kunde: "Die Jugend heute", und ich füge immer hinzu: "und

das Alter gestern".

Meine Frau meint: "Es genügt nun!"

Ich hab ihr recht gegeben: wir gehen nun JEDEN Tag hin, jede Sekunde, jede Viertelsekunde, bis wir vor ihren Augen vergehen.

Dann können sie ihren Beruf an den Nagel hängen, 'ne neue Regel gründen, 'ne neue Religion. Oder uns ein Monument setzen.

Ein Nicht - ich werd spä

ter genau chec

ken



15. Geklumpft haben wir ja nie



Neue Wörter oder Worte:

erfunden am seichten Mittagswölkchen,

geschleifelt auf Pergament:

ziseliertem Figurienchen abgeheimelt:

Schnößlzrechtes wurde gelinkst gefußhabt!


"Purple haze", haben die Hasen gemümmelt

und haben vergessen, die Zigarette auszudrücken.

Alice hat laut gelacht: "Mama, das kann ich mir gut varstellen."

Mutter spült weiter, Hände voller Striemen:

"Ach, Tiberius Geliebter, reiche mir die Lohntüte!"

Bruder Alfonsus erntet den Wein.

Er hat schon einen Schwips und singt den Choral etwas schief, aber voller Inbrunst:

"Wir sollten den offset und das layout den neuen liturgischen Formen anpassen!" :

Akzeleration

Aufhäufung

arithmetische Vergrößerung

Der Roboter hat uns ein schönes Grab ausgeschaufelt:

Vergissmeinnicht liegt auf dem Grabhügel und steht in der Zeitung



16. Clowns und richtige Menschen



Adlige, Bettler, Könige, Arbeiter und Nichtarbeiter

haben sich versammelt, das normale Wesen zu küren.

Ein Transglutomide ist auch eingeladen, vom anderen Stern.

(er nimmt als Gespenst teil)


Die hintere Bankreihe ist nicht besetzt:

sie spielen Karten.

Der Springbrunnen läutet: letzter Gong.

Im 3/4Takt wird gegessen.

Der Schmaus ist nun vorbei.

Die Mäuse sind auf den hiesigen Straßen erschienen und haben den Kater zum Zaren gekrönt.

Hat nichts genützt.

Aber 'n paar haben es geschafft: sie sitzen in den Parlamenten, sind schlecht erkennbar und vermehren sich gewaltig.

Strohmeier vom Hinterland hat per Gewitter eingegriffen:

der Magier sitzt im Gefängnis und wird angebetet.

Die Kirchen befinden sich auf Stelzen,

und der Mond hat sich eine Mönchskutte übergezogen.

Die Sterne erscheinen in vielen Träumen.



(Der Straßenkehrer uriniert NUN in sein zusammengekehrtes Ergebnis)



17. Taumel



Ungetüme türmen sich entlang

dem Wege, von Gras beschenkt.

Umgrenzendes rostet-

verlegen grinst aufgelegt

der Bauersmann-



Die Saat gedroschen,

Spelzendasein im Abseits-

ausgelaugte Eselsohren.

Faltiges stimmt gewandet den Choral der Standhaftigkeit.



Abgelegt Vergangenes;

umschlungene Arme,

zartend nach Sternverlorenheit;

gekrümmt:


der Liebe Schauer:

ein Flügelschlag

am Ende des Endes von allem.



Aufgelöst entspreizt

sich

süßen Schlummers Verlöschen.



Zerdüsterte Gedanken entschlürfen,

Bedürfnislosigkeit walzt sich aus in Papierdünne.


Strandmeer küßt Wolkenerde



18. Musenkuss am Abhang



Gott, sie haben es schon lange geschrieben:

'O Schreiber des Ostens, gewahrt uns noch die Weile der Erde,

auf dass der Westen entwerde im Austausch mit dir, der du im Fallen bist.


Sie pilgern schon lange gen Osten, die Lourdes-entgessenen.

O fröhliches Jungfernmittelalter! Sie haben dich vergessen... seit langem.

Die Pilger tasten langsam leichtrunenraunig gen Bretagne & co.


Aufbruch mit Inseminationsanfangsproblematik.

Bekrittelt, gefeindet krebst sich die Schnecke des Erwachens in die Herzen der Konfusionisten.


Konfuzius grinst aus seinem Familienkodex.

Laotse schläft lächelnd.

Buddha, Jesus, Mohammed, Zarathustra schauen interessiert Fernsehen:

Jeden Tag gibts die Serie "Jaja, da tut sich so langsam - ein bischen schwerfällig - was".

[na ja: Gott hat auch 7 Tage gebraucht, um die Welt zu erschaffen]


schaffen sie's?

dumme Frage.

[die Antwort war immer da]



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GEDICHTBAND 3



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1. Weine nicht um Ma(ra)donna!



Cäsar siegte, als er kam und sah.

Napoleon auch. Hitler, Stalin.

Fürsten und Gelehrte, Philosophen, Dandys,

der Mercedesbesitzer nebenan und der Straßenkehrer:

ohne Fleiß keine Kärtchen!


und dann kommt ein Engel geflogen...

- Zeitungen verbrennen -

man lauscht wieder

new wave & kumpanei: Schall und Bauch


Brauchen wir Ideale?

WIR SIND DA!

WIR

Ofen knistern, Pappeln wiegen sich nicht nach oben:


Wir haben genug Wurzeln ...

Keine Zeit für Götzen, wenn ich bitten darf!

(Wir sind ja SO höflich geworden ...)



ES ruft schon lauter aus dem Sterbe-urwald.

Wollen wir etwa den Dschungel in uns killen...?!

"No dollars, kein Eintritt!" gilt nicht mehr.


Zeit nimmt uns hinweg...

allmählich nehmen wir uns die Zeit


für die Zeitlosigkeit



2. Babyschnee



Windelwäsche

herbstlaubfarbig auf reinem Persil.

O wie schön ist die Kindheit in rosiger Semmelpackung!

Bald kommt der Isegrimm ins Haus. O Graus!


HABT IHR DIE WÜNSCHELRUTE??

Habet ihr nicht vorgesorget...?


Es naht das Alter auf sanften Schwingen -

sozusagen: federleicht...

ins open-airhaus


- auch "Leben" genannt -

nun hat es sich ausge-opert

"Opfer von -ismen",


sagt 'man' hoffentlich!

z.B.: "Der Jugend gehört die Zukunft!"

Zukunft = Alter

Hier & Jetzt ist immer!


O höret die Stimme des Predigers auf der Asphaltwüste:


"Werbeslogans sterben ständig!

Die Runzelbabies posaunen es schon vor dem ersten Atemzuge:

'Ich bin tot.

Belebe mich!

damit ich wieder werde, was ich jetzt bin.' "


Ruhezeit-Staubkörner rieseln ins Lebensglas

li(e)ber Rilke...

o so-netter Shakespeare..

Heinrich Heine beobachtet euch nicht!

Schuld daran ist seine letzte Liebe am Kummerfein = Krüppelbett

(mausetot dann)


Jugend stirbt

EWIG

IST

DIE

JUGEND

Leben auf Leben lebten wir bis zum Leben



(!:::rhythmus-odem...lacht!!)))



3. Schneeflocken-sommer



Ringelnatz& Morgenstern

- Karbunkelmetrik


"Stolperkomma" :

es semit das Kolon.


Die Luft ist erfüllt vom Schweiß des Nichtstuns

'ich-denke-also-bin-ich-Quatsch'


Was wollte ich sagen am Heimatkamin?

träume...

räume ------------

---------------- räumen auf

Unordnung im Ozongebräu!

Frage: kommen wir damit der Sache näher?

Hier eine Antwortmöglichkeit:

"Hier ist BBC-news.

Wir verkündigen:

Wetterkonfusion von den Balearen ODER linkem Kugelhaufen.

Astronomisches Schneegestöber.


Und nun zur Topmeldung des Tages:

das Gedicht hat (k)ein Ende.

Wir beginnen mit der Serie: (")

Hans DAMPF in einer Gasse. (")



4. Wehmutstropfen

hinweggefegt

Wüstensand

... verwehter Staub .........


Auge tränt: hinweg ging Liebes-gestalt!

(schreit:) BIN NOCH DA!

sehne mich nach DIR!


bist doch vereint...


Einsame Straßen, liegengebliebene Erinnerung

Stummer Schrei an gelebtem Wegesstein:

Ruheplatz unendlich langen Händeberührens


Das Zimmer leer, und doch so voll: Tränen.

Das Herz geht schwer.


Doch nimmer ist versandet:

es kommt (:) Liebe immer

dann



5. Frühling



In der Wüstenei des Frühlings

gedieh die Sommersprosse auf dem

Ei.

Flugs kam der Vogel Greif

und

stelzte seinen Bachvogelsang

kiemend gemächlich die Asphaltstraße

entlang...


Wo war der Werwolf geblieben??

dumme Frage!

Ahndungen verrauschen; Liebesperlen knospen...

lindender Glasflügelnebel

gleitet nun

ins Land


Analyse des Zeitgottes:

Zeitungsklamauk

TV-spot:

urbis et orbis. Weißes Lächeln auf jedes Wesens Antlitz, denn der Mitra-wein stirbt.

Alle lächeln JETZT...

KOMMANDOSTUFE: NULL


Der Winter naht

mit Schneeflockengeschenk: weißgewärmte Erde.

Wie-der Frühling.



6. Stimmung



Wechsende Weihnachten, und die Ostereier-regelsucherei:

zeigende Finger weisen kristalline Wege.

Da machen sie alle mit.

Wir nicht?

Oh, oh, oh mein Lieber:

Kompromisse schielen immer (noch) um die Ecke!

Riemen enger, lockerer --- Inflation,

kein Hut in der Kirche. Nur Mitren sind gestattet.


Abenddämmerung klickt Japanisches und Sonstiges ins negative Das-was-Leben

Hirsch vorm Bauernhaus und Walzer drinnen; schmauchende Pfeifchen,

denn Mao ist out

... Mega-ins und Computerspieler.


(Wer schnitzt sich schon eine Zauberflöte?!)

Bastelarbeit vorm TV-perpetuum mobile:

Mammi ist zufrieden: Pappi hat Bier vor Sportschau:

Schalke 04 gewinnt, und der 'Bum(m)s' ist im Kasten.

Zwar nicht lang, obwohl der nächste Tag Sonntag ist.

(Aber ein paar intensive Stöße mehr)

Das 'Wort zum Freitag' kommt bestimmt zur gemeinsam zelebrierten Mitternachtsmette, Heilig Abend:

"Ach wie stimmungsvoll waren die Abende früher mit Oma & Märchen!"


Geburtsnähte



7. Geschicktes Los

- Schicksal





da hab ich mir was gedacht,

da hatt' ich plötzlich Macht

da hab ich mal nicht gedacht,

da wurde ich ausgelacht.



8. Gedichte



Gedichte sind wie Wölfe ohne Zaumzeug:

weggeworfen ohne Laub in den Blättern -

ozeanischer Sand.

Die Brise verfliegt in der Gischt


Straßenstaub

am Bettgeflüster

hergeworfeltes Linnenlaken

am linden Sang der Liebenden




9. Hoffnungs-los



Da liegt er im ewigen Eis

- italienisches versteht sich -

totgeschleckt

mit denselben Schuhen an.

Rolex - diesmal rechts getragen.


Obduktionsbefund: Linkshänder.



Hätten sie ihn doch mal aufgefressen Anno 70 (Kartoffelkrieg mit Teaparty und ptokemschen Scharmützeln)!


Geschnezeltes war nicht mehr mein Los:

Magen im Arsch,

tief gesunken.



Andrea Doria: 'ne Niete im Vergleich.



Im Schützenverein traf er immer ins Schwarze, meinte der Pfarrer bei der Beerdigung.

Cia-mann lächelt:

"Was hat die italienische Spionage bloß davon, die Uhr ihm falsch anzuziehen?!"

Kopfschuss im Jenseits: das Gift im Eis war Täuschung. (Der Tote war es nicht)


Der Echte erschoß Mussolini




10. Film ab!



Die Rolle spult,

sie spult immer noch.

am Spinnrad Klein-Erna schwitzt.


Szene nochmal - verschwitzt.


2 Stunden später:

auftritt der Star.


Die Sternschnuppen umperlen ihn,

der nur noch Muskel groß und - auf eine sehr gescheite Art - sehr verblödet aus der Wäsche guckt.


Jeden Tag das Desodorant gewechselt; Sauna, Fitness, sexy Unterwäsche für den Fall, der so ziemlich jeden Tag eintrifft.


Ein Reißer nach dem anderen:

Lifting kaputt eines Tages:

2 Pfefferminztee zuviel >>>>>> :

da hats ihm die goldgesprenkelte Karaffe aus der edelsteinbesetzten Hand gerissen.

Und dann noch Klein-Erna am Himmelstor mit Dolch-in-Hand:

"Hinunter mit dir, der du mich einstens verschmähtest!"

Sie stürzten simultan in die Hölle.

Im ewigen Feuer musstens dann viele mal treiben,

bis ein Kind - geläutert, edel und fein - entsprang dem gleißenden Suhlebade.

Stieg auf zum Himmel, bat um Amnestie.

genehmigt. zur Erde zurückgeschickt.

Nun sie der Star und er der Stallausm(e)isterbursch.

Irgendwann haben sies dann gerafft.

Himmelstor, Sohn mordet Eltern, aber das war nur gerecht so:

Jetzt dreschen sie am heiligen Abendmahlstisch Skat



Prologus ante famam: * * Vorwort vor dem Gerücht


Unklarheiten beseitigt - Absatz 10 der Geheimen Schrift von Kanonikus Runzus,

exkommuniziert,
verbrannt als 1000maliger Ketzer,
781.Märtyrer:
ohne Stimmrecht.

Verwiesen wird auch auf 'Rotkäppchen, Teil zwo. Index'.

nicht exiliert.


Esoterische Schriften aus dem Verlag 'Humbugiges aus dem anderen Hamburg', Band 24, Kapitel 2.

Daraus Zitat wie folgt:
"Wie wir ersehen können, kann auch das Nichtsein durch Verdoppelung einer Spiegelmanifestation im 3.Grade der Meditationsevolution eine Erscheinung herbeirufen, die wir hinlänglich als Illusion mit Realeffekt bezeichnen. So der Kanonikus. Die Wissenschaft leugnet weiterhin hartnäckig, was hiermit bewiesen ist."

Aus der Fußnote kommt der entscheidende Hinweis:
"Der Sohn folge seinen Eltern, auf dass sie einstens wieder vereint sein mögen!"



11. Gedankenlos



schwirrt der Geist die Gemsenwege,

verteilt sich rotes Meer

auf Atlantisirritationen.


Auf gen Lambarene, hinein ins Hofbräuhaus!:

Abenteuerurlaub

Fernsehgeknüller

Abguckvereine


Gemütsvoll verdrossen zerschnellt er den Asfalt
unter verstaubten Äonenschritten


Ziellos unbekannt; Marschroute:
"Don't worry: work, fuck or read!"
Sex, drugs und der letzte Tango.


Verregnete Sonnenscheine -
graue Eselsohrendollars
mit Christbaumverschnitt

Da kommt das Licht ganz plötzlich am Ende eines Bürokorridors:

Fräulein Schmitt ists. Die mit den parfümierten Lockenwicklern.

Verkleidet als Engel.

"No problem! Sie heilen wir garantiert!"


Traualtar, Ringe, geflitterte Jahre.
Abgang, Himmelstor.
Schild dort:

"Warum warst du so gedankenlos, nicht auf Gedanken verzichten zu wollen?!"
Da hat er doch glatt Schlachtbank & co. im Kopf, als man ihn stumm ansieht.

Doch geleitet in den Raum mit Speis & Trank, vergisst er schnell.
Fräulein Schmidt kommt herein,
und ehe er es sich versieht,
nuckelt er wieder an einer neuen Mutterbrust.



12. Funktion


Alpha, Omega

tipp in&out.

Lichtdunkel tappen wir im Scheinwerferstrahl:

Gebläse im Einordnungsgemeindeunwesen.


Kauderwelsch im Universum:

Wo sind wir verbunden?

Antwort: verkabelt, angenabelt im Datenclub mit unbeschränkter Gleitbarkeit.


Wir rollen gut in den Kompromisstkanälen.
Ach so gut!


Bungalow auf eigener Insel
mit TV.
In die Zukunft gesehen hat man kurzsichtig eingeschaltet in Quoten & co.
Splitter im Auge deines Bruder ~ Schwester-Daseins:
hast du dich, hasst du nix.
War mal n Slogan in einer wortlosen Welt.
Lang, lang ists her.

weit ist es nicht mehr.



13. Schwerelos

(Phantastischer Reigen nach J.Knutzfuß)


Jomei, jomei: jetzt sind wir im Weltraum!

Wir waren schon immer die Weltmeister.

Aus ner Waschmittelreklame ne Philosophie machen!!

Tatütata, die Feuerwehr ist da.

Ohne Fleiß keinen Preis.

Obs regnet oder schneit: immer Heiterkeit!


Top-fit sein ist Trumpf am Stammtisch: no Wiking, viking und 'why king?'.

Weihrauch, Konfetti & ein Todesschuss

in den Kopf / in die Vene

Wo wähnet ihr der ehrenwerten Liebe Streben?

Wann nehmet ihr das Ticket von Urvorlang?

Pianorauschen hinter aufbrisendem Chopinvorhang

Sternschnuppen für das Säuseln eines Hauchwortes


Leicht ist die Schwerelosigkeit


14. Fernab


der Zeit, der Welt, den Gedanken

schweift Ruhelosigkeit

die Häuserzeile entlang.



Gassenmüll,

abgekehrt von Müllmann Nr. 17


hat er gemunkelt im Zwielicht der Infra-umwelt

Traufrisch ein Elflein libelliert

über versunkenem Teich.

Traummulde
ganz nah.


15. Karussel


dreht sich,

dreht sich,

dreht sich

immer noch

um

die Frage:

Warum links, warum rechts, warum die Mitte und nicht anderswo?


Schule aus: die wertende Maus hat der Kater geschluckt!

Jenseits der Werte sitzt aber der Meisterkater.



16. Noch eins


Und dann machen wir noch einen drauf

und hauen auf den Lukas!


Irgendein Apostel wird schon lachen.


Dann kommt eh das Jüngste Gericht (Wieso nicht das Älteste?) .

hast wohl in der Schule nicht aufgepasst!
1 + 1 = 2

Wenns keine 11 ist, gibts kein 'wenn'.
Wenn du denkst, ist es so.


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GEDICHTBAND 4


"zeit-Stimmung"



1. Poesie der Schwalben



Eingenistet am Berghorn:

zerfaltetes Frühlingssehnen

---

dehnt sich der Schnabel

windrosenkeilig

gen

Süden

ziellos



2. Walzer


1, 2, 3 und links herum

2 rechts, 1 geradeaus

fertig ist

der Endlosdreh
im Fertigrausch

Instant-pseudosex
- fin de siècle -
Neuropathikum
der Blauschwanzsouffragetten
(Mann inkl.)

Karoussel aus Asche:

Phönix in den Wehen von Menschwerdung



3. Kater


Mint & Maunz

am Balzplatz:

dyonisch torsioniert,

Schnapskadaver auf November- bis Oktoberwiesen.
&
Gauleiter und Politfrust.
Links & Rechts:
Scheineremiten im anonymen Kommunikationskauderwelsch:
"So hammers und so bleibts".

Ausgeschaltet und eingeturnt.
Hiphiphurra & Youppy und Grupy:
"Oh, what a groovy feeling!"

Champagnergeseufze auf der Titanic:
Putzlappenheroen und Endzeitperipathetiker auf dem Dornengang ganzheitlichen Analysentums:
adé Aquarius!

Mein geliebter Nostalgie-Villon: packen wir es an, meint Kater Carlo und schlingt meinen sauren Hering.
Mit anschließendem Sektfrühstück. Versteht sich.
Rezept: Goldene Badewanne
+ platin-kachelblondgetönte Wasserstoffnixe, S.Freud nonchalant lesend, Trouettchen geöffnet
immerdar
Ampel davor auf rot geschaltet



4. Ohne Pflegen kein Segen


Das Neue Testament

nach dem Ungebärde-spiel:

Aufräumearbeiten, Entseuchung des Mississipi:

Ausstieg in, Einstieg aus:

Katalysatoren im Wechselbad verstopfter 1000-füßler-asfalte.


Jungfrau reinigt sich analytisch und praktisch:
Steter Tropfen höhlt die Samen,
läßt spurlos verschwinden Politsplitter.



5. Herzdame in Öko-öl


In der Spülanlage

setzt der Kokser

seinen letzten Stich

seiner Herzdame aufs Sonnengeflecht.


Mohn-mond im Löwen:

Wo ist dein Herz?

Die Mähne ist abgezahnt.

Blutgerinnsel im Wüstenstaub:

wegen ein paar Tropfen Auto-saft.


Das Ich düstert,

und Ruhrgebietler bauen perma-dynamische Gärten mitten in der Grauzone der FeineWesten-noblesse détruit-"Kultur"



6. Probe & Erfolg


Dann haben sies probiert,

gelernt aus den Schäden:

verbanden sich zur einsamen Einigkeit.

Wurden wieder 2.

Zu 1 wars ja schon schwierig.


Unterleibsakrobaten ohne Tantra tanzen in kümmerlichen Grauhirnkanälen.

Spalten, Schlitze und andere Einschnitte verströmen Kathetergeblocktes:

orgasmische Verbalumsetzungen.


Heiratsquoten und Aidsstatist(ik)en

Bangkok-kokkomanen, im Jet schon abgesoffen: geile Karlmayurlaubstage: schlicht. Ohne Cliché.


Waxfigürchen beim Pasodoble von Zweck & Freud.
Adler & Schlange im Wexelgebiss
"Big Gringos on the road!"
Kein Parfüm mehr in der Lederperücke (:)
Punkromanzen mit Hippycoolbürgerlich-verschnitt


STOPP!
Der neue Roman
Die Neue Welle
Chaoswissenschaft
Genmultipler
Chips-fuck
Techno-urwald
"je te désire"
"Mein WAS??"


Ungenannte Namen, oft praktiziert -
Chymische Hochzeiten in altrömischem Gebrüll:
Zurück zur Natur, ihr...ihr verdrahteten Chromschwänze und abgelapptes Artischockenviolett: ihr - du - wir
O, Mannfraukindtierpflanzesteinwind,

Odem aus unio mystica ..............



7. Liebesleben eines Chamäleons


Langweilig

grau bis Rotschimmer.

tötet die Emanzipation.


Weckt das Kind auf!!

"Psst! Lass es schlafen: Es hat ein so rosig Mäulchen... "

Kind: "Damit ich dich besser bespucken kann."


Und der Lama dreht die Gebetstrommel.
Und spricht: "How much is your girlfriend?" (Wieviel kostet deine Freundin?)
Selbstfindung ist in des Globus' unschuldigen Gefilden en vogue (im Schwange),
bedeutet: NO SEX, PLEASE!

Die Jagd hat begonnen, weil sie zuende ist.
Keuschheit und Gierwahn.
The devil walks next to you in Bangkok-City. (Der Teufel spaziert neben dir in Bangkok mit)

Nimm die Aidspille,
flicke deine kaputt(en)gelochten Verhüterli ("fick die Alte!")
und schieß die Romantik auf die senile Hekate-Lilith.

Männer darben
Frauen blühen welkend auf
beim Wüstengang/trab
nach Selbst-land.

Prostitutionszeit,
Eremitenlos.
Spirit im Vormarsch
Liebe
im
Arsch.



8. Familie


Einssein im Krebs.

Kondome im Mauseloch:

Speck der Vormutter.


Money, my sweet home;
no future in politics;
Kinderration.

Saufen am Kumpanen-tresen: Berufsflucht (-pflicht).
Sportschaugetanze:
der große Sylvesterball:
Ballons ohne Hose,
tote Lose
mit Kindergebrüll.

Kinder explodieren in Fragen der Reorganisation ihrer Baba-coolis und Mami-Bijouterie-teenis

Kosmische Komik
Comics für die Familie.




9. warten - nicht warten


Ich warte ohne zu warten
eine lange, lange Zeit
Ich misch des Schicksalskarten
und werd 'zur Ewigkeit
Dann gibt es eine Zeit - von Zeitlosigkeit...
Dort kennt des Wartens Weile
keine Eile

Wo bist denn du?!


Die Leute haben keine Zeit.
Das ist nicht die Ewigkeit!
Sie leiden hier, sie leiden her.
Heut' ist das leider gar nicht mehr schwer...

Wo ist Leben?
Wo ist Liebe?
Wer kann noch geben?
Gibts nur noch Triebe...?

kann nicht mehr sehen
kann nicht mehr hören

Mir ist vor lauter Hören & Sehen das Suchen vergangen!

Gefangen in meinem Sein
genieße ich das 'Mein'



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HadL B10: Klatsch

HYMNE AN DAS LEBEN


Texte Buch 10

Klatsch



Ungesagt ergibt sich sehr leicht die Eröffnung: den 1. Satz übernimmt Spieler Nr.1. Er setzt auf die Zahl mit der Bezeichnung 'Sicher'. Die Experten, die zurate gezogen worden sind, haben dieses Urteil überraschend bestätigt. Es wurden noch Sachmittelbeschädigte sowie auch -verständige mit weicheren Gemütslagen sehr heftig befragt, was sie zu dieser außerordentlichen, schon teilweise chaotischen Willensbildung meinten. Sie haben das strikte abgelehnt, verschiedentlich wurde sturmartig zum Rückzug geblasen. Dabei blieben viele Urteile hoffnungslos auf der Strecke. Die Absiebkommandos stellten auch zum Teil entstellte Konfigurationen verstümmelter Form fest, deren Inhalte sich auf rätselhafte Weise verabschiedet hatten. Manch ein 'Grüß Gott!' flatterte den Kontrolleuren einfach aus der Sicht: in solche Fernen auf&davon, dass die Teleskopamateure bei ihren Profis Schutz suchten, weil sie befürchteten, in einen noch weit unter ihrem Status liegenden Sektor fallen zu müssen. Sie meinten, dass die 2. Liga zur Aufhebung der Immunität nicht mehr schützend auf ihrer Seite stünde. Doch diese hat nach vordrücklichem Verfahren dieser Annahme geradezu Hohn gesprochen und ihr Veto striktestens verweigert. Das oberste Richteramt hat die Akten beiseite schaffen lassen, was eine Klage nach sich zog. Diese hatte nicht mit 'Einspruch stattgehabt' das Nachsehen. Folge: Zufriedenheit einer bescheiden gebliebenen Oligarchie. Die Spieler mussten jedoch Geldbußen hinnehmen, denn der dritte ernstzunehmende Spieltag musste aus satztechnischen Gründen ausfallen, denn es wurde die Sequenzsentenz eingesetzt: 'Wes Meisters Schuh nicht zugeknöpft, der Lehrling muss ihn binden'. Anstelle dieses Annahme- und Weggabeverfahrens wurde ganz einfach gemeint, dass aufgrund der allzuvielen Vorkommnisse von vorne beginnen werden müßte. Alles Gesagte hatte den Prüfstand zu verlassen, bis endgültig feststand, dass hier überhaupt nichts gemacht werden konnte bis auf eine kleine Nuance Erfindertätigkeit, die darin bestand, das angestammte Belobigungsverfahren amnestiehaft - als Amnesie in gehobenem Privilegiestatus - anzusiedeln. Die Pfahlbauten werden deshalb zerstückelt, herbeigebracht, angesiedelt und zwecks Verfremdung noch einmal genauestens auf eine rotierende Fensterscheibe genagelt, um als freischwebendes Roulett paradieren zu können. IM ERBSENSUPPENGEWÜRFEL WIRD NACH GIFT GESCHMECKT, UND DESHALB KOMMT DAS GANZE AUF DEN AUSDEX. Von den Pulten wird mit Kreide hinzudirigiert: 'Wer auf >Marsch 1, 2, 3< die nächste Zahl nicht weis, fällt in die Blechbüx, wird am (eigenen) letzten Ende verknotet und als Schachmatt auf einen Würfel gesetzt, wo er kanten kann, bis auch der letzte Schliff aus ihm einen Toni Sailer werden läßt. Neue Richtlinien verhärten zudem dieses neue einmalige Verfahren, das rezeptiert werden kann und somit - verkäuflich wird. Es hat Steuern zu setzen und wird am Jahresende als Nachspeise den Hunden vorgeworfen... Uahhh... Wer Einwände hat, soll gleich Faustrecht geltend machen: standesrechtlich hieb&stichfest, bitte! Guter Rat: wer also noch nicht gegessen hat, sollte sich eiligst in die Küche begeben und nach Belieben zusammenstellen, was seiner Herzenslust kongruent ist. Die unbedingte Ehre zu verleihen, erklären wir den ganzen Haufen zum Kompost, dessen Dirigent sich hiermit freundlich von Ihnen verabschiedet, um im alten Jahr seine einmal eingepaukte Litanei des Ungebrauchten in einen superneuen Schlauch keilzuschriften.'
Das waren hiermit die Gesammelten Vorworte, denn jetzt wird wieder Grün auf neuem Miste den Zapfenstreich eindudeln. Die Zauberlehrlinge lassen den Ringelrein in der Luft zurück, wo ihnen nur noch ein gelindes Verflirren übrigbleiben wird, falls wir den Helunken glauben wollen. Das halten wir nebenbei gesagt für eine ausgemachte Dummheit, deren Potenzqualität sich noch erweisen wird (haha!). Das ist Aufgabe, Pflichtrecht und sonstiges Vermächtnis geblieben seit einiger Zeit, die wir historisch festhalten wollen als den Angelpunkt zwischen ersatzverkauftem Sinnenwahn und treuer Anhänglichgkeit, durch die schon zu schimmern vermag eilig gehacktes Einspanholz. Wir möchten uns bescheiden mit einem Artikel, der vor noch nicht geraumer Zeit schlagende Reihen in unser Personal schlug. Ein heftiger Kampf entbrannte darob. Der Zwiespalt ergab sich aus einer romantischen Schwärmerei und einem kräftig ausholenden Beiwerk, das erst mühsam herbeizitiert werden musste. Die Zeugen wollten alle ohne Ausnahme nicht erscheinen, und wir hatten schon begonnen, Tränen anzusammeln in den Augen, welche sich aber weigerten auszuschütten, was schon längst übervoll (...) Das Reservoir griff nun eiligst in die Vorratskammern, und siehe da: das Loch konnte gestopft werden. Wir können die Sorge also wieder getrost in die Kiste der Pandora zurückstecken.
Solange noch Kraft in dünnen Äderchen gehortet wird, geht das ok.; sogar ohne dass dabei Zinseszinsen abverlangt, geschweige denn auf dem Wege des Verlorengehens wieder aufgesammelt werden. Dazu einige Kommentare von Leuten, die sich zuständig halten, solch weit entfernte Sachverhalte mit demententsprechendem Verstande beurteilen zu können. Sie werden ihre Brillen aufsetzen, einen strengen Blick der Öffentlichkeit zur Besichtigung freigeben. Die Eintrittskarten sind selbstverständlich nicht frei verfügbar, sondern müssen auf (ihrem) herkömmlichen Wege - abgestanden&ausgenutzt - an der Theaterkasse abgegeben werden. Ein Stengelstempel wird für die notwendige Zutat einstehen. Ein Choral aus Beelzebuben& Puttengelchen aus der Trötenschublade eines Schuttabladeplatzfürsorgers wird für die Begleitumstände inform eines Karnevalsmarsches sorgen. Die Parade ist schon aufgestellt. Die Rittmeister haben sich ihre Sporen vonderPikeaufverdient&andieHosennahtgenäht und blasen nun in ein Horn, das von den Bischöfen halblinks der Elbe eingesegnet und abgegnadet wurde. Sie verkündeten auch den zwiefach bedingten Primärpunkt: Anton Segelnase mit seinen Leibgardisten wird nämlich den Introitus verblasen in östlicher Richtung, aus welcher (auch) der Weihnachtshase sein Ständchen halten wird. Die Trauerrede wird Vikar Schmidt aus dem Leisehändeorden kraftvoll und gemischt vornehmen (eigentlich: 'vortragen'). Die Damen und Herren mögen Platz nehmen. Die Show beginnt: aus Messers Spitze wird ein Tropfen Aminosäure herunterpurzeln in das verblendete Auge des Gauklers, der mit seinem Bass nichts anzufangen weis, sondern diesen nachgehabt in die Tuba entlassen wird. Auf welchselbige wird dann gehauen, als ob es gälte, alle Stimmbänder dieser Welt auf Hörweite zu spannen. Das Leder wird alsdann abgegeben an den Feldmarschall, der nach missglücktem Abgang sein Schiff besteigen wird, das mit Ratten bis an den Rand vollgepackt ist. Weitere Gäste können wir leider nicht aufnehmen, denn das Fass ist nun wirklich übervoll. Wir wünschen unseren Ge(ä)sten eine angenehme Heimreise, einen guten Ausgang zum Herausfinden, gute passierbare Wege zum Abschleichen, Stege, die nicht auf Schritt&Tritt einbrechen wie Diebe in der Nacht (Tag), wenn der Tag (die Nacht) sich noch nicht entschieden hat, ob er (sie) glücklich verlaufen war oder nur seinen (ihren) Einlauf bekommen möchte. Bis dahin verabschieden wir uns. Ab. Exitus. Introitus da capo...
...der Wanderer betrachtet die Bäume, die ihm zu langsam waxen, die Vorhänge, die zwischendurch fallen: es kommt ihm vor, als ob die Welt eingestürzt ist. Er gibt die Schuld irgendwem und fühlt sich einsam. Er hat keinen Dialog und ist immer in Zwiesprache mit sich selbst. Er nennt die Farben und sieht sie nicht. Viele Jahre später legt er seinen Schallplattenapparat (---->) zurück und vergisst die schräge Musik in der Ecke aus dem Zimmer seines Nachbarn nicht. ----> irgendeiner stellt seinen Tod fest. Eine alte Melodie wird auf dem Friedhof gespielt, und ein Name wird neu auf eine Kinoleinwand gepinselt, als ob irgendetwas fehle... Ein Sprecher wird vor das Mikrofon treten und irgendeinen schönen Witz erzählen. Manche könnten zwar lachen, aber sie tun es nicht. Ein Kornfeld wird mit Bestimmtheit SEIN Testament machen, und viele werden Beifall spenden. Münzen werden in einen Schweinetrog fallen, und Parademärsche in Stromschnellen einen wirbelnden Haken schlagen. Der Hase wird seine Löffel spitzen, und Feuerwehrmänner werden ihre Spritzen in den Abguss tun: Kurzarbeit, Probleme der Versorgung, des internationalen Währungsaustausches und viele derlei Mängelerscheinungen werden ausgewaschen werden in einem Bad aus erwaxener Tugend. Unwichtig, wer dann den Schalthebel bedient und wer die Gastgeschenke annimmt, wer nun der neue Vorsitzende wird mit welchem Buch in der Hand; wer seinen Namen wohin kritzelt, die Höflichkeitsbesuche, Antrittsreden, Vergleiche, Kalkulationen, Bündnisse als Kavalierspflicht, Empfänge, Bälle, Gelage, Anweisungen, Befehlsträger, Waffenlieferungen (hahaha), Gesetze, Leute, die man nie sieht, die sich versteckt halten; Banales neben Alltäglichem, Ausgefallenens neben Extremgesinnungen, Aburteilungen, Versammlungsräume, Vertäfelungen, Orden, Austritte; Namen, die jeder nennt, Personen, die im Hintergrund stehen, die sich mit irgendetwas beschäftigen, Presse und ihre Artikelserien, von denen man eine liest und die andere nicht, weil man kein Geld hat, die neue Ausgabe zu kaufen, weil man Wichtigeres vorhat, weil man vergisst, weil man verliert, weil man spazierengeht, weil man stirbt, weil man erblindet, weil der Vorleser seine Brille in einem Anflug von Ärger in den Rinnstein geworfen hat, weil die einen die Nachtschicht für die anderen besorgen; weil das Licht ausgegangen ist, weil ein Mensch sich nicht mehr über das Schicksal eines anderen wundert, weil die Kir(s)chen sich gegenwärtig in einer Schwemme befinden, weil der Zustand des Dackels ein ernstzunehmender ist, weil einer ein Glas auf den Boden wirft, ohne nachzusehen, ob dieser(s) gewaschen, gebohnert, abgehoben oder gestanzt ist...
...warum setzen die Menschen fort mit etwas, was doch gar nicht im Zusammenhang steht mit dem, was noch vorher von so großer Bedeutung erschien? (Oder war dem gar nicht so? Oder ist ein kleiner Nebenumstand daran schuld, dass alles so kam? Und kam eigentlich alles, oder hat da nicht ein Rädchen seine Phonetik nur um eine Nuance geändert?!)
Wer war denn eigentlich der Boss - der, der die großen Sprüche klopfte, die sowieso keiner ernstnahm? Vielleicht gab es Ablauscher, die sehr viel davon hielten. Vielleicht haben die ihn 'aufgesagt'. Vielleicht sollten sie ihm auch nur eine Säge liefern, die soviel Zähne hatte, dass es reichen müßte, eine ganze Serie von kleineren bis größeren Unfällen zu provozieren, die nur ein Ziel versorgen wollte.
Die Herausgeber von derart Zeitgeschichtlichem sind (ja auch) nicht besonders mit den Schaumlöffeln der Weisheit großgezogen worden. So wollten sie ihre Verwandten links&rechts von irgendeiner Abbiegung eines kleinen Flusses so ohne ein weiteres Verweilen in die Ecke werfen (sie haben eben noch nicht genug geübt). Ich sage Euch: wenn Ihr Euch nicht kräftig ranhaltet, werdet Ihr nicht an der Stange bleiben. Das Leben wird Euch davonlaufen, und Ihr werdet nur das Nachsehen haben. Wer nicht von Frühauf lernt, was spät am Abend und auch noch viel,viel später in einer kleinen verarmten Bude unter einer Klopapierrolle geschieht, wird früher oder später kräftig auszuscheißen haben. Einem solchen wird nichts mehr gegeben. Den Bettelstab wird er noch nicht einmal sein eigen nennen können und auf den Landstraßen wird er sich seine Schuhe ablaufen müssen, ehe er an einem vertrockneten Graben Mücken fressen darf. Junge, das Leben ist eine SANFTE Sohle wert!!!
Wer noch einmal die Schulbank drücken muss, kann Schlangenhäute abziehen gehn und Elefanten das Salz auf den Rüssel streuen. Und wer das Niespulver nicht rechtzeitig zur Hand hat, muss Voyeur bei Demonstrationen werden. Und wer die Blumen im Asfalt nicht entdeckt oder gar bei-läufig zertritt, hat kein Anrecht auf einen freundlich lächelnden Samariter. Wer das Harz aus der Tröte eines Pubertierenden vernimmt, wird sich im Klimakterium wie ein Zwitter-in-Ersatzreserve vorkommen. Wer die erhärteten Worte nicht geduldig erträgt, wird zum Kochherd eilen und Brennholz an den Heuschober legen. Wer nur nach Dritteln trachtet, wird um ein Viertel nie ver-legen sein. Wer grabscht, hat ein freundliches Gesicht nur noch unter dem linken Zehennagel. Der im Krieg verdorrte.
Bedeutung: Düngelust und Opferbereitschaft geben das Geständnis ab, eine Hochzeit im tiefen Wolkengrunde nach den Sitten unserer Nachfahren zu feiern. Wer hart auf diese Tastatur drücken möchte, sollte sanfte Daumenschrauben nehmen, damit auch jedes Gewinde sich schaudernd krümmen mag unter der Last einsamer hypochondrischer Befehle. Sollte unter der Axelhöhle das Desodoranz vergeblich gesucht und erst später gefunden werden, ist zu empfehlen, dem Gott der Unmöglichkeit die Wurzel aus -1 zum Opfer zu bringen.
Das skondierte Darlehen wirkungsvoll aus der Talsohle der Erkenntnis zu heben, nennt man das. Einfache Selbstbeobachtung gab mir den rettenden Anker, mich um meine eigene Axe zu drehen. Denn plötzlich erhellte ein Schuss die Dunkelheit, sodass auch ich ein Opfer der Täuschung anderer werden konnte, deren Vermögen nicht mehr in ihrer Macht stand; mit der Folge, dass unerwarteterweise viele Tricks am Horizont sich aufbäumten, Hinweise zu geben, wo noch andere Richtungsweiser sich in meine Gehirnschale eingekerbt hatten. Nachdem nämlich lange der heiße Brei gerührt worden war, hatten sich sämtliche Bleistifte aufgemacht, ein trommelndes Feuerwerk von laufenden Granitbeinen abzugeben, um so in leichtfertiger Arbeitshingabe ein uraltes Rätsel in die Waagschale zu setzen:
Wie kam es, dass ein und nicht dieselbe Formulierung nicht denselben Gehalt wiedergeben konnte, wie es doch sonst der Fall war, wenn die Gedanken einmal dem Ausdrückschalter zum Opfer gefallen waren. Oxymoronisches Spiraldasein...
...es wurde aufgezählt bis 9 die Bruchrechnung, und dann wurde das Ergebnis unter Beschluss gehalten. Und eine Woge von grauer Leere schwemmte den Wanderer auf der Suche nach neuen Noten in ein neues System aus alten Variationen, die sich nicht beschweren wollten, als Kummerfalten die Selbstentschlüsselung ankurbeln wollten. Man wollte sie einfach nicht. Noch nach Stunden war keine Relevanz gewillt, ihre Tore zu öffnen. Und als der Erfindergeist einmal ein Komma statt eines Punktes setzen wollte, da hakte endlich der Verstand aus; er, der sich eben noch redlich im Ring gehalten hatte, ohne den Schiedsrichter zu beleidigen, zu tadeln oder gar auf die Ersatzbank zu verweisen, wies den Wind an, die Marktlage zu ändern. Prompt hatte der Günstling einen Beschützer gefunden , und dieser hatte einen Mäzenaten zur Verfügung gestellt. Die Kunden hatten eine Petition gerichtet, der Sockel wurde noch höher gestellt. Der Nachruhm fiel allerdings seinen Enkeln schmählich zum Opfer auf einem Felde, wo nur englisch gepflegter Rasen etwas gegolten hätte. Wir sind nicht dem Urteil einiger Weisheitspinsler gefolgt, die auf (bei) jedem Bleistiftstrich den Gilb erwarten. Denn ein Kritikasterbewusstsein lebt nicht nur von den schlecht gemachten Ausstattungen, sondern auch von dem Innenleben einer Selbstständigen; eine gerechte Urteilsfindung im 'Sinnessinne'!
Sportlich gesehen haben wir ein neues Vokabular zur Verfügung. Der Körper in seiner Gesamtheit ein Teil seiner Natur: der Arme und der Reiche, das Gefüge und das Angebundene, die Suche nach der Verflüssigung, das Aufheben der ununterbrochenen Tätigkeit, die Verlängerung der Heben, die Ausgedörrtheit langerprobter Textilien, das Ankleiden von Faserstücken. Machen wir es uns bequem! Ziehen wir die neu belegten Stücke in die Länge, sodass sie immer passen! Sollten wir diese nicht brauchen, ist es selbstverständlich für uns eine Ehre, aus der Drangsal einmal angewohnter Verdichtungen das Feld aufzusuchen, wo wir das Rüstzeug anbauen können, was nach eingebrachter Ernte die Ausgabefähigkeit in Höhen zu treiben imstande ist, die die Fantasie in Abfall stecken kann. AUS.

Vergeblich trachtete er aus diesem Raum herauszukommen, doch irgendetwas hinderte ihn empfindlich daran. War es seine Einbildung, eine entfernte Verwandte, die sich immer wieder ankündigen wollte? Vielleicht war es der Nachhall seiner eigenen Fußtritte auf dem Korridor, der sich seltsam zu verlängern schien. Oder war es gar der winzige Spalt von Sonne, der vergeblich sich bemühte, die Falten im Teppich zu glätten? Irgendwas war es. Nur was? Gedanken schüttelte er erstmal schnell von sich, denn es war schon alles geschehen; was konnte die Tat noch hinter einer Wand zu suchen haben, die eine Fantasie geschaffen ( = war es nicht so, dass auch die Wand vor ihm kein Geheimnis darstellte?)?! Gedanken hämmerten wieder auf ihn ein wie Blitze. Er versuchte ihre Schrift zu entziffern, aber es wollte und wollte nicht gelingen. Erst nach einem langen Schlummer dünkte es ihn, das Rätsel gefunden zu haben. Leeren Kopfes besann er sich, sich auf eine neue Schiefe Ebene zuzubewegen. Es war nicht leicht. Die ersten Schritte gingen ja noch, aber dann geriet er ins Schwanken. Er griff schnell nach abgekarteten Gewohnheiten. Aber dann stockte wieder sein Gang. Er sprang ab und suchte von Neuem in einem Gemäuer, dessen unterirdische Gänge ihm nur allzu bekannt vorkamen. Schales Gelächter klirrte an seinen tauben Ohren vorbei... alles verlosch um ihn herum.
Mutlos kauerte er sich auf dem Boden nieder und vergrub den Kopf in seinen Händen. Wieder fiel ein Schlummer über ihn. Seltsame Träume dämmerten in ihm. Er erwachte; warf mit Worten um sich. Die Umgebung lauschte schüchtern. Erdmolche und sonstiges Gewürm hamsterte eilig Vorräte. Es wurde feucht. 'Jemand scheint sich seinen Schweiß abzuwischen'. 'Seltsamer Gedanke', kam es ihm. Er machte seine Augen auf. Er lag in seinem Bett. Er hatte geträumt, das war sicher, und das Bett kannte er auch. War es nicht- aus Baumrinde...? Es war eigenartig - oder vielleicht hatte es auch nur den Anschein - irgendetwas schien an diesem Bett von Bedeutung, denn jedesmal, wenn er sich erheben wollte, schien es ihm, als ob seine Laterne wegrollen wollte; doch als er sich wieder einmal aufrichten wollte, wurde ihm leider kein Stichwort gegeben, und so sank er wieder zurück in ein Paradies, in dem nur noch das Hohngelächter seiner Umgebung sichtbar wurde. Als er schließlich seine Geschichte zu Papier bringen wollte, schien es ihm angebracht, noch einen letzten Versuch zu starten. Er setzte sich aufrecht hin und es war ihm, als brauche er nur zu diktieren, und schon würde alles das geflossen kommen, was fehlte. "Du kannst dir selber eins geben!" murmelte er in seinem Wahn und verachtete die Umgebung um so mehr, da sie nicht wahrnehmen konnte, was eigentlich ihre großen Verdienste waren in einem Spiel, wo aus einer Einzahl eine Mehrzahl nur dann wurde, wenn man selbst diese Vielzahl von Personen in sich selbst wieder erkannte.
Er wusste das ja alles schon! Doch es den Leuten einzutrichtern, wäre ihm sicher schon früher eingefallen, wenn nicht jener entscheidende Moment die Zeitbombe ausgelöst hätte: er ging in den Keller, um Kohlen zu holen und nahm nebenbei von dort seine laterne wieder hoch.
Als der Traum sich seinem Ende näherte, befahl er seinem Gärtner, ihn zu wecken, was dieser auch tat, und so öffnete er erst einmal das linke Auge. Grund: 'aus einer hohlen Gasse wird es leicht geritten kommen.' Ein leichter Sonnenstrahl schien alles in ein anmutiges Licht zu hüllen, doch auf diesen gekonnten Ratschlag konnte er in diesem begnadeten Moment verzichten und richtete folgerichtig sofort das Wort an die um ihn Stehenden, denn es war das Buch Mosis vor ihm aufgeschlagen an der Stelle, wo Jakob auf dem Totenbette sich von seinen Kindern verabschiedet.
Einer meinte etwas von 'alter Kamelle': Der alte Knacker sollte endlich seine Äugelchen zuklappen; dann hätte das ewige Gelaber sein Ende, und alle könnten an die 'Erbschaftsaufteilung' gehen. Die Auguren hatten nämlich gegen ein entsprechendes Honorar etwas Gütliches zu der Sache beigetragen. Aber das Murmeln schien nicht enden zu wollen. Denn jedem konnte es nicht recht gemacht werden, wenn Ernsthaftigkeit die ausschlaggebende Rolle spielen sollte. Wenn das allerdings nicht der Fall war, so war es unvermeidlich, dass man überall was abstauben konnte. Die Moneten waren sicher, Konten in Liechtenstein, ein gutes Gewissen in Australien, Frauen in Paris oder in irgendeinem anderen Dorf: die Schäfchen waren auf der Alm gelassen worden - und der Wolf schien sich (noch) nicht (einmal) verkleiden zu wollen... Der g(G)ute Hirte legte sein Amt nieder, ein Regen prasselte an die Wände, und ein Gewitter schien allen den wohlverdienten Rest zu geben, denn aller guten Laster Anfang war nie die Wort-Börse des andren gewesen (!). Und eine Reise nach Polen war auch eine Erschießung wert (gewesen): so spukte es in den Köpfen der verlausten Gemeinschaft herum, und über allem hatte längst der Vater s(S)elig seine rostbraunen Äuglein geschlossen. Himmlische Pracht erwartete ihn indessen nicht, doch darüber brauchte er sich einstweilen keine Gedanken zu machen. Die anderen bemerkten den Tod erst nach dem Wolkenbruch, als Marlitt&Courts-Mahler als Geistmedien um Pietät baten. Da meinte KleinSiegfried - vielleicht war es auch GroßWalther - : "Er is ja doot!" Und das war alles. Man begrub ihn unter Trompetengeschnatter, Entengeflatter und sonstigem Horrido und verhaltenem Händeklatschen. Die Beute wurde königlich geteilt, ein Augur wurde zur Unfeier des Tages gevierteilt und unter Pomp&Geschmatze einer gerechten Legehenne zum Opfer gebracht. Das Goldene Kalb marschierte in die kampfumtobte Arena und verlangte seinen Tribut. Die Legehenne wurde gleich (-) notgeschlachtet, denn sie hatte sich verschluckt und den Schluckauf bekommen, den man nur durch Kopfabhacken siegelfest machen konnte. Der Notar brauchte nur noch einen Amtseid zu leisten. Der Schuster verarbeitete die Krallen, und damit war natürlich noch lange nicht das Ende in Sicht. Obwohl das Mahl an Völlerei so übergedieh, dass der Sensenmann kein Getreide mehr brauchte...! Das hatte ihm der Verließverirrte versprochen. Ohne Worte.
Hier endet erst einmal die Chronik aus einer Zeit, wo chronische Krankheiten einen scheinbaren Knacks erhielten aus einer Richtung, die irgendeinen -ismus im Gefolge hatte.
Vergleichnisweise ergibt sich hier ein kleines sinnvolles Geschichtlein, das sich wie üblich in einem Vorgarten abspielte. Wir haben versucht, das Geschehene auf eindrückliche und deshalb unvergessliche Weise zu rekonstruieren. Wir fragten uns allerdings, ob hier nicht die Eloquenz zu wünschen übrigläßt. Auf keinen Fall wollen wir die Spannung überziehen:
die Schönheit, die sich entspann, als ein kleiner posssierlicher Krokus die zarte
Schneedecke zu durchbrechen wagte:
Die Flöcklein schmolzen nur so dahin in tränenseligem Taumel. Sie tropften auf eine dankbar(e,) erstarrende Erde, die diesen Aggregatszustand nicht mehr leiden wollte. Ein weinerliches Communiqué wurde von Physikern erstellt, triefend von überschwenglichen Lobeshymnen. Die Herren&Damen standen auf, schüttelten sich die feuchtgewordenen Händchen.
Auf seinem Heimwege nun kam einem der Teilnehmer die Idee, das Krokuspflänzchen zu brechen zur Erinnerung an jene Stunde. Zuhause suchte er eine Schere, brachte diese zu einem Schleifmeister zwecks befriedigender Amtshandlung. Danach händigte er diesem einige Kreuzer aus und verschwand, so schnell er konnte, in Richtung Tatort. Der Kommissar war ebenfalls zur Stelle und nahm den Mörder fest: dieser hatte noch seine Tat begehen können und fühlte sich gar nicht schuldig. Im Gegenteil: er heftete das Blümlein ins Knopfloch des Festnehmenden.

Ferner gilt zu vermelden, dass, was Seinsstrategie und~bzw. Abfallfilosofie sich im allgemeinen zu verkleistern imstande sind, gar nicht mal so eminente Umstände bzw. Unterschiede zu ergeben uns die Ehre vormachen. Positiv gesehen: was dazu nötig ist, ist klare Einsichtnahme und unbedingte Überschaubarkeit der Gegebenheiten, was ja nicht immer leichtfallen dürfte, wenn wir uns einmal genauer mit der Verarbeitung von Daten, kontrollierter Mechanismen und derlei Observanzvermögen beschäftigen. Wenn uns dabei kein Fehler unterläuft, ist alles in Ordnung. Falls dies aber nicht so ist, müssen weitere Instanzen berufen werden, die uns in unserer Zeittätigkeit UNTER ständiger ÜBERwachung halten. Wenn diese mit Mängeln behaftet ist, ergibt sich, was schon vorher mehrfach angekündigt wurde: das stete Wexelbalg aus seinem Perpetuationszustand zu lösen. Wenn uns das nicht gelingt, gehen wir alle drauf oder baden, in den Eimer, fällt alles ins Wasser. Und falls das tief ist - und wenn die Dinge nicht schwimmen können, und wenn und wenn - dann geht das Ding trotzdem seinen guten Gang, betritt gemächlich die Wolkenstufen 1, 2 oder 3, und dann wird man im Blau seinen Freiflieger machen dürfen. Falls wir da aber durchfallen, müssen wir fleißig üben, um wieder auf der Gänseleiter ein paar Sprossen zu erklimmen. Wenn der Drang sich mitzuteilen einer Pause bedarf, sollte sie geflissentlich eingehalten werden.
Ich möchte deshalb einmal mit einer kleinen Geschichte ausmalen, was alles passieren kann unter nicht gerade alltäglichen Umständen: was das menschliche Fassungsvermögen sich nicht durch Geist noch Körper erträumen läßt, sondern was nur noch in seiner relevanten Enumeranz als winziges Kügelchen göttlicher Vernunft herauserkan(n)t werden kann:
So ging es dem Zeitungsreporter F., als er sich auf einen Spaziergang machte, der nur zum Bach führen sollte und von dort durch den Stadtpark und von dort wieder zurück.
In den Stadtwald wollte er erst gar nicht. Er hatte seine Gründe, und die waren zu maßgeblich. Als er so am Bach der Lust entgegenwandelte, war es ihm auf einmal warm ums Herze, und eh er sich versehen konnte, stand er auf einem Baumstumpf und redete. Er sprach ganz schlicht - was er in sich fühlte. Bald war eine ansehnliche Menschenmenge da: Angst befiel ihn. Doch führte er zuende, was einmal er begonnen. Und als das geschehen war, wusste er nicht mehr, was vorher und was jetzt war und was noch kommen würde: der Verstand hatte völlig aufgehört, ihm das so oft Praktizierte unterzujubeln, und er erfuhr und er erfuhr und... Ob er nochmal zuhause ankommen würde, war jetzt ohne Bedeutung. Elfen bevölkerten (von alters her) die Straßen, und nun konnte man sie auch sehen. Und was hiernach kommt...
WIR BETRETEN JENE UNGEHEURE W E I T E...
Das Licht wankte zunächst überall sein unzittriges Dasein ab (in der Nachfolgezeit wurde es erst 'unendlich' klar). Ameisen trollten mit den Zuckerstückchen, und eine Sinfonie erklimmte nach der anderen die inneren Ohrtrommmeln und verhallte das Echo dem Nachbarn leise in sein Schlafgemach unter den Pinkelpott bzw. Nachttopf. "Hauruck!" tönte es allemal, und Vetter und Base tanzten auf dem Weiher. Und hinter den Spiegeln erschien der Tod als das leuchtende Leben. Die Buchstaben verwackelten den Zeitgeist und zerstörten widrige Substanzen/Essenzen im Nu. Es torkelte sich Dieses wie auch Jenes, ohne auch nur im Geringsten an Feierlichkeit zu verlieren. Aktendeckel verplapperten, leise sich wiegend, altvertraute Geheimnisse. Alle, die lesen konnten, legten ihre Brillen zurück für eine Zeit, die sich verschluckt hatte, als der große Trommelwirbel die Äonen ankratzte. Man zuckelte von einer Straße auf den nächsten Pfad, und bald war alles so abgelaufen, dass neue Wege sich besannen und den Straßenschildern befahlen, neu bepinselt zu werden und sich gehorsamst aufzustellen, wie es nun mal 'Sitte' im alten sowie im morgenden Lande sein sollte: die Schrift zu deuten, ein Rätsel zu vergraben und ein weiteres Gedicht auf einer Rolle Klopapier an den Wolkenkratzer zu hängen. Als das geschehen war, hatte man alle Hände voll zu tun, um NICHT zu arbeiten. Bleierne Müdigkeit war ein Makel, der im Nu zu vergessen war und - wurde. Dann war da nur noch ein sanftes Weitergehen&ein stilles Verweilen. Lagern, und auf gings in die nächste Höhe, wo z.B. Hunde mit Luftballons unriechbares Gas abließen (abbliesen). Plutonium verströmte Sandelholz. Polizisten nahmen Dreck unter die Lupe und erkannten schieres Gold. Man schwamm in Azur, so dass selbst einem Delfin die Augen feucht geworden wären. Und so war Lust = potenzierte Lust mal 4 im Quadrat hoch unendlich weniger Null.
Was brauch(t)e ich da noch meinen Rede&Schreibe-fluss sprudeln zu lassen?!
Dann kam aber jener berühmte Trick. Ich schrieb ganz einfach ab, was so kam. Zum Beispiel meinte Emma aus dem Laden von gegenüber: "Wenn Sie Apfelsinen kaufen wollen, dann kaufen Sie sie! Und wenn Sie das nicht wollen, dann lassen Sie es! Und dann stehen Sie bitte nicht so blöd in der Landschaft herum, als ob Sie Maulaffen feilhalten, als ob Sie nichts Besseres zu tun hätten als zu überlegen:'Soll ich jetzt nehmen oder nicht...oder dies oder jenes?' Mensch, wenn Sie sich nicht entscheiden können, dann nehmen Sie doch lieber Beides, falls Sie wirklich etwas dringend brauchen, oder lassen Sie es (wie gesagt)! Nun machen Sie schon! Es stehen noch genug Leute herum, die würden sofort was nehmen, und - Sie halten den ganzen Verkehr auf! Sicherlich haben Sie Ihren Kopf bei Ihrer Großmutter gelassen, und die soll jetzt aufpassen, dass Ihnen die Rosen nicht aus demselben fallen, aber, wie ich sehe, haben Sie stattdessen Tomaten auf den Döppen (=Augen). Mann - wie wollen Sie denn überhaupt richtig lesen (sehen)? Waren Sie eigentlich je beim Augenarzt gewesen? Ich glaube, Sie können gar nicht richtig sehen. Gehen Sie mal zum Augenarzt, und dann können Sie ja wiederkommen. Falls Sie noch was zu essen (kaufen) wollen." Daraufhin schwieg der Angeredete, nahm schweigend eine Tomate und ging. Nachdem er 10 € ( offiziell: 10 Gelds) dafür bezahlt hatte.
Oder die Sache in dem Omnibus, als der Schaffner meinte: "Nu holen Sie mal Ihr Kleingeld heraus, wenn Sie schon nicht Ihren Schein finden! Und wenn Sie gar nichts finden, dann steigen Sie an der nächsten Station aus. Sie können auch Ihren Schlips als Pfand hierlassen, fall Sie nicht sonderlich daran hängen sollten. Wenn Sie allerdings Schluss mit Ihrem Leben machen wollen und Sie benötigten dafür Ihren Schlips, bitteschön, dann behalten Sie ihn eben. Aber dann müssen Sie jetzt raus!" Damit drückte er einen Knopf, der Fahrer hielt, und der Schaffner stieg aus.
Er lehnte sich über ein Geländer und spuckte kräftig in den Bach, denn er musste das schon lange tun: im Bus hatte er sich nicht getraut. Den Rest der Story überlassen wir Ihrer Fantasie.
Für den Mist, den man verzapft, wenn der Zapfhahn zu ist, aber dann mit Gewalt presst, ist jeder selbst zuständig, und jeglicher Kommentar ist sinnlos.

Analyse:
Das, was wir uns in mühsamer Arbeit angewohnen durften, weil wir mussten, das dürfen wir uns nun auf ebenfalls dieselbe Weise abgewöhnen. Es ist angebracht, an dieser Stelle notwendige Angaben zu machen, wie denn das alles geschehen kann, wo wir doch nur ausgestattet sind mit Beinen, Füßen und was wir sonst noch kennen. Das ist uns hinlänglich aus irgendwelchen Quellen mehr oder weniger vertraut. Lassen wir uns einfach hineinfallen in diese oder jene Träume, Gestaltungen, abgedrehte Nummern, verwalzerte Wirbelungen und Luftschlößchen, deren Türöffner bzw. Schlüssellöcher so beschaffen sind, dass introduzierbare Sch(l)ießfächer bzw. geschickte Bohrer anzutreffen und tätiges Mitwirken an dem Vorwärtskommen unseres werten Nachbarn, zu unserer Rechten sitzend auf einem Pfauenthron aus Emaillepapier, unsere angesippte Pflicht ist; und wenn das angeschmirgelte Silberpapier nicht flink zur Hand gehen sollte, wie es uns unser Verstand weismachen möchte - es macht nichts. Seid auf der Hut, setzt einen feuchtfarbenen Zylinder erster Kanonität im Kubusverlängerungsaufbauwege auf! Dann wird schon alles 'schief' gehen: die Wände werden nicht mehr den diagonalen Sitz haben, die Kanten werden verschroben sich in das hinterste Mauseloch verziehen. Wenn dann ein kleiner scharfer Ton den Raum durchflitzen sollte, dann packt ihn mit beiden Ohrläppchen, auf dass Euch auch nicht ein Fetzchen entgehe! Denn das ist Pflicht, die nur durch das Zusammengehen bestimmter einkalkulierbarer Komponenten entstehen kann. Wer die Kombination zu diesem Spezialsafe nicht mehr zur Hand (in der Tasche)hat auf dem Fuße im linken Zeh, sollte kurzen Einstieg in obere Anzugsgefilde tätigen!

Guntrap aus dem Geschlecht derer von Abduzien verlangsamte als einer der ersten seinen emsigen Schritt, der nicht mehr Trab halten konnte mit dem Geläuft aus dem Nachbargestüt, das auf&hoch davonstrudelte, ohne noch einmal herzhaft in das Getränk hineinzuwürzen. So konnte es geschehen, dass der Salmiakgeist seinen Starrkopf bekam und gar jämmerlich aus seinem weißen ungebügelten Nachthemd lugen konnte. Die Pressserin bekam einen tiefroten Kopf mit Gemüseaufsatz und schrieb sich gleich auf den Merkzettel: 'Bügeln muss getan werden!' Nun zugegeben, das Ganze war etwas faul, die Einäscherungsquote von minimalem Bewusstseinsstimulanz, hin und her&auf- und abgefahren ~ hic et nunc; der status quo schien aus der Lamäng einen Schnösel sich zu drehen, was ja bei dieser Korkenziehergeschwindigkeit nicht zu einem Rätsel erster Güte gedeihen würde. Und nichtsdestoweniger: es floss noch ein guter Tropfen aus Nachbars Trieforgan; der Scheibenwischer bekam Tränen, weil ihn niemand in Gang setzen wollte. Zudem war seine Kuppelung verklemmt. Sein weibliches Angebinde hat man auf den Rücken eines Autos versetzt, wo müdes Nachweinen in Richtung auf Frustriertheit keine Seltenheit ist. Es ist sogar zu verzeichnen, dass die Einschaltquote nicht nachstand dem, was der Vorsteher schon sorgenvoll gemeint hatte: "Nachlegen ist besser als die Kohlen vorzulegen, wenn das Holz vor der Hütte noch nicht als Plutonium aufbereitet worden ist". Manchen war das Eisen zu loh geschmiedet; manch einer konnte den Amboss nur bis an die strammgesetzten Hoden anheben, was nicht von Nachteil war, denn so war die Fallgeschwindigkeit nicht die größte; und weniger Kriechendes oder anderweitig sich bewegendes Volk in ziemlicher Nähe des Grundes kam nicht allzu schnell zu einem nicht sorgfältig geplanten Sturz. Hic rodus, hic salta.

Die Dullheit und das Trommelwirbeln vertrieb nicht nur aufgewärmte Dunkelheit, sondern auch angebrannte Feuchtigkeitswellen. Das schien dem Taucher von Poseidons Gnaden nichts Unwesentliches anzuhaben. "Wahrlich nicht!" murmelten Verzagende und nur leicht aufhöcherlnde Mutterherzen im 18/3 Busoni-Takt, ohne auch nur mit der Wimper zu zucken aufzuhören. Warum leicht, wenns sich auch im Tatterrhythmus gut wackeln ließ?! Und sie turtelten sich ganz schön einen zurecht, ohne auch nur ein einziges Mal die Kontrolle über verwackelte Nervlein und zurechtgeschnürte&angebundene Faserchen zu gewinnen. War ja auch kein leichtes Gespiel: die Spurenelemente wurden allzuleicht dabei verwischt, und selbst Kara ben Nemsi aus dem fernen Aueroxenland verspürte nicht das gelindeste Lüftelchen noch eine weißgestreifte Brise aus Nachbars Miederkörbchen mit dem flaumigen Wattezusatz. "Ganz sachte!" gemahnte der streng aussehende Oberfürsorger vom kartellanischen Cartesiusaufseheramt. Er fuchtelte mit einigen Befehlsblättchen, als wollte er sich Mut zufächeln. Und dann gab er sich den Befehl selbst: ein Kraftmarsch durch die Rippen und Innengehäuse, ohne dabei dem Wurm auch nur die geringste Durchbohrungschance zu bieten. Dieser war den Betäubungslisten der Apfelvergifter bereits entkommen. Die Verfall(s)quoten waren ohnehin zu hoch; Abfalltensionen fielen schon langsam als Schrägschatten in die sonst gut gedrillten Adleraugen der Kontrolleursinnung. "Wem wurde da nicht wackelig ums margarinegeölte Knie mit dem Sehnenriss?!" hatten zwar viele Hoffnungsgestimmte gemeint... Obwohl gerade eine winzige Nuance jenes unveränderliche Gesetz noch am ehesten ins Herz gießt; wobei wir uns sattsam gestehen müssen, dass Anhäufungen immer noch einen kleinen Rest an Abfall hinterlassen, der auch noch gebraucht werden will (obwohl dieser wie so oft sein Anliegen nicht standesgemäß angemeldet hat). Aber wer sich die Mühe macht, wird möglicherweise zumindest mit einem Lächeln aus treuen Kinderaugen belohnt, falls der Dackel diesen glorreichen Jahrhundertaugenblick nicht per richtigem Riecher angetroffen hat.
Wir landen hiermit bei einem Punkt, den unser Anker schon lang gelichtet hat, wenn auch die Fotoplatten unserer Abschirmverfolger zur Hälfte zu Bruch gegangen sind. Denn: keine Jagdtätigkeitsmöglichkeit wird ausgelassen. Butter und Sahne werden NEBENBEI abgeschmeckt und eingeschleckt zur sicheren Verwahrung und Aufbereitung - für den Fall. Selbst wenn die Felder brach in einem Land liegen, wo einst der Dünger massenweise aus den Erschießungskommandos dünn gesät Frucht erbrachte am kahlen verdorrten Feigenbaum. Abgeholzt und eingestampft haben wir diesmal den Erdapfel zu bewundern, der heuer sein Angebinde um etliche Würmchen bereichert hat. Nur ein ekliger Analfetischist hätte das Gehäuse lieber einer Schnecke zum alltäglichen Geschenk gemacht, als dass er sich noch einmal auf dem Klo einem Dünnschiss hingab trotz Un-einölung. Das deuchte ihm auch für einen Moment ein, doch dann kam wieder der alte Trott zu Fritz und dem Kino, die Leinwände, die Farben, die Berufsverbotler und all das eingestandene Zeugs, von dem er die Nase nicht voll genug kriegen konnte. Kein Wunder: bei diesen Absatzchancen verloren sogar die Schuster die Lust am Besohlen eines verwixten Ärschleins. Verflixt&zugenäht war das a Wutz, diese Hutz!
Wir haben Rekorde aufgestellt im Unterlassen von Tun und im Tun von Unterlassungen. Und wenn uns mal ein dicker Coup gelingt, dann jauchzen wir im 3/4-Takt und entreißen dem Straßenfeger seinen Besen, um die Luft zu kehren. Wie gerne wollten wir die Sonne in Säcken aufhängen (fangen) und wie gerne wollten wir einmal im Handstand auf eine Kaufhauskasse zugehen und mit den Füßen (nicht)abgezähltes Geld geben: eingeborener Sinn, den zu entschlüsseln der Psychiater den Kopf schüttelt, weil er uns für phallisch besetzt hält oder weil er selbst so etwas tun würde. Es hat uns schon oft gejuckt... Auf der anderen Seite sind wir so frei, unser linkes Bein nach vorne zu setzen und DANN erst das rechte. Wir haben uns ein schönes Kartenhaus gezimmert; und wehe, es kommt einer, der seinen Spiralkopf dort einhämmern will. Sind wir wirklich immer fleißig bemüht, alles von uns ferne zu halten, was nicht auf unserem eigenen Komposthaufen gewaxen ist, und mag dieser auch noch so sehr von schönen Blumen überwuchert sein? Das Richtige halten wir für falsch, und umgekehrt ergibt sich daraus. Die Freude, das Wohlsein ertrinkt in ein paar Gläsern Wein und ein paar zerknüllten Zigaretten. Das bischen erhecheln wir uns EBENFALLS noch! Und dann schauen wir auch noch so oft auf die Uhr, und unsere Lebensuhr ist inzwischen stehengeblieben. Das wenige an Vorhangsstoff wollen wir lüften, doch fast immer bleiben nur kleine Fisselchen übrig - klebend an Händen (,die Schwielen nicht nur des Nachts Obdach bieten). Da haben wir nun die Müllabfuhr: sie schafft und schafft, und dann krachts auf einer Ecke, und der gute Mensch versinkt schon frühzeitig in Schutt&Asche. Benebelt haben wir auf unserer kleinen G(e)leitbahn unsere Kegel aufgestellt; verbiegt sich die Strecke!Wir halten den Ball noch in der Hand - und der fällt uns dann auch noch auf den Boden! Dann fällt uns ein, 'was essen zu gehen, und das Wasser hat keine große Mühe, im Mund zusammenzulaufen, denn die Angst treibt. Wir schwimmen im dicken Salzsee und wollen Salz herstellen. Die Destilliermaschinen haben wir kaltgestellt im Kühlschrank, und die Obstschalen haben die Raben den Elstern geschenkt. Verdutzt klopfen wir an unsere Gehirnschale, um noch einmal die Gewissheit zu erhalten, dass die Hohlheit noch nicht endgültig da ist. Und damit geben wir uns dann zufrieden. Wir flennen und wissen nicht einmal, wo unsere Tränen herkommen. Wir rackern uns ab und schürfen nur noch mehr Kohle, die dann auf den Halden unserer Erinnerung ein Stiefmütterchendasein verklickern darf. Wir hegen und pflegen sie, als wär sie unser heißgeliebtes Kind. Ich stelle hier schlicht einige logische Abzweigkonsekutierungen fest, wie sie uns allabendlich z.B. in der Form eines schwarzen Katers diagonal zur Wegeskante miauend begegnet. Doch damit nicht genug der Zweisamkeit, die den Menschen im Jasperschen Kreuzdialog als wirksamer Faktor in Relation zum Heideggerschen sinneübergreifend simultan in Panik setzen kann. Denn DAZU erweist sich eine Sackgasse oft als ein Pfad ohne Geländer mit Aufkunft am Ende eines tiefen Abhangs. Überlappungen in Gestalt von verdorrten Baumästen könnten unwiderruflich die Rettung bringen, aber auch den Panikbesetzten auf eine höhere Ebene führen, die zu erkennen der Delinquent nunmehr die Aufgabe hat. Ist dieses Von-Angesicht-zu-Angesicht-setzen nicht zu dem gewünschten Erfolg gekommen, ist wichtig, das Nachlassen zurückzustoßen, um mit neuer Kraft das langersehnte Ziel doch noch zu erreichen. Ist dieses einmal in Sicht, wird gegebenenfalls erkannt, dass lange schon zuvor welchselbiges dort 'wartete'. Das wiederum beinhaltet (ohne Klammer) die unendliche Potenzierung. Was weiterhin die Folge in sich selbst ist ('hat').


Erleuchtung als Filosofie.Von unserem Fernwestkorrespondenten Busunda
Rex (Der Autor übernimmt keine Verantwortung für den Inhalt). Auch als
Raubdruck erhältlich.

Abzuschweifen von einem Text innerhalb eines Kontextes ist nur dann gestattet, wenn auch die minimalen Trägerideen nicht bloß inform von Höhlengleichnis, sondern auch in Johanneischer Vorsehungsattitude zu geschehen hat. Denn anders ist der Wegfall in eine Scheinhöhe schier unmöglich, sofern auch dort wieder das Eine einsetzt, um das sich nichts mehr 'drehen' kann - wenn diese Drehung nicht aus einer Spirale bestünde. Kreise ohne Mittelpunkt nennt man das Schlechthinnig-Andere, das allerdings nur der Wurmfortsatz ist, um einmal die Terminologie von einer wissenschaftlichen Periferie anzugreifen. Die Aggressionsquote läßt schließen auf eminente Verzweiflung, auch Verbissenheitsreflex genannt. Mit den Begriffen an dieser Stelle zu sparen, käme dem Vergleich nahe, der in jüngster Zeit die Ehre hatte, in Erscheinung treten zu dürfen. Es handelt sich hierbei um das Phänomen des schattigen Seitentonusses: d.h.: das Unumgängliche durch lapislazulische Wegwerfsubstanz zu umschreiben. Denn: es geht auch anders. Z.B. so: 'bin ich einmal da, bin ich nicht dort. Wäre ich dort, wäre ich nicht da, und doch bin ich dort, weil ich da bin, falls ich da bin, wo dort ist.' Wenn eins von beiden sich als Gegenteil erweisen sollte, seie man vorsichtig! Es handelt sich um sogenannte Halluzination, auch Dualitätsdenken genannt. Dadurch stehen unvermeidliche Leidsequenzen ins Haus, die vielleicht schon bei einmaligem Eintreffen schlimme Wirkungen im Gefolge haben können. Das heißt: Umkehr tut not. Oder anders ausgedrückt: abnomalige Dissonanz wird durch fortwährendes Bemühen abgekanzelt, verdammt, in den Abguss getan, verschwindet in sein tiefstes Innere, was ja bekanntlich die Katze veranlasst, in ihren eigenen Schwanz zu beißen (sich gebissen zu haben). Wir zäumen das Pferd nun anders herum und erleben auf diese Weise eine Verständigung; nämlich, indem wir der Kuh, die vor einem Scheunentore vielleicht Wache schiebt, dennoch das Tor öffnen. Und siehe da: sie tritt nicht ein, oder das Gegenteil ist der hemmungslose Fall. Oder keines von beiden ist geschehen; oder beides tritt ein. Sollten alle Möglichkeiten in eins geschehen, dann spreche man z.B. von der omnalen (d.i. alles-haftigen) Koinzidenz (d.i. Zusammen-fallen). Sollten Sie Interesse haben an der indiktiven Schublade, dann empfehle ich Dr. Oetkers Backbuchallmanach. Dort stehen zusätzlich Zutaten angegeben, die auch im Weglasszustand nur den gefährden, der sie blitzschnell aufgreift: Negativintuition also.

Es folgen nun einige Stilexerzitien zum besseren Einüben in ungewohnte Stimmungslagen, deren Einsichtigkeit jedem auf eine einfache Weise zugänglich gemacht wird. Es wird ein Brief vorgelegt. Den einen wird es zur Aufgabe gemacht, die Fehler herauszufinden, und den anderen wird es zur Pflicht gemacht, diese nicht zu sehen, es wird sich eine zwieschichtige Sicht der Dinge ergeben. Hier erstmal der Bericht in simpler Form:
"Sehr geehrte(r) ...!
Ich möchte Ihnen die Nachricht übermitteln, dass Sie sich bitte am 14. dieses Monats im Café Kranzler einfinden möchten, wo wir die uns bekannte Angelegenheit in gegenseitigem Übereinkommen schlichten mögen. Ich möchte darum bitten, folgende Unterlagen mitzubringen, die, wie Sie wissen, umgänglich sind, und deshalb halten Sie bitte Ihr Gedächtnis bereit, alles Notwendige zur Klärung offen auf den Tisch zu legen.
Wenn Sie sich noch an unsere letzte Auseinandersetzung erinnern, wo wir verschiedene Fälle zu unserer Bearbeitung auf dem Verhandlungstisch vorfanden, so lassen Sie sich bitte nicht durcheinanderbringen durch Unstimmigkeiten oder Klauseln, deren Sinngehalt selbst Leuten an höherer Stelle nicht klar wurde. Was ich damit eigentlich sagen wollte, sollte hiermit hinlänglich klar geworden sein. Ermessen Sie bitte die näheren Umstände, unter denen fast alles zustandegekommen ist: bedenken Sie das Wetter mit Fühlungsnahme, erinnern Sie sich auch an das allgemeine Unstimmigkeitsgefühl, das sich vieler Leute unlängst angenommen hat. Das alles darf nicht so ohne weiteres in eine hintere Schublade abgeschoben werden. Denn ist es nicht im größten Interesse aller, dass jetzt endlich Schluss gemacht wird mit Umständen,, die uns allen nicht behagen?! Erinnern Sie sich bitte bei dieser Gelegenheit an die vielen ungereimten Passagen, die uns damals zur Unterschrift vorgelegt wurden, wo doch selbst das unterste Bezirksbevollmächtigungsamt uns seine Federführung versagte und einsichtige(re) Leute zu Geduld und klarer Einsichtnahme ermahnten. Für viele war das ein gefundenes Fressen, auf alles zu schimpfen, ihren ganzen Ballast an Aggressionen vor den Augen aller abzuwerfen oder still~in aller Heimlichkeit Intrigen infamster Art zu versuchen. Die Zeitungen haben nichts davon erfahren; andere Medien hatten keinen Kontakt. Es wurden einige Stimmen laut, ob nicht das alles der große Teil einer kleinen Verschwörung gewaltigen Ausmaßes sei. Wir waren lange nicht schlüssig, wie wir das Ganze auf angenehme Weise lösen könnten. Wir hatten ja noch nicht einmal die gelindeste Idee, wo wir ansetzen sollten, denn irgendwie waren wir alle infiltriert. Man sprach von eigenartigen Machtzusammenstellungen, Ballungen wesensfremder Art, und nicht selten gehörten gerade jene dazu, die solches verlauten ließen. Wir haben zunächst (auch) eingestimmt in den Chor derer, die Sofortmaßnahmen wollten; manchmal zückten wir nur hämisch mit den Axeln, verkrochen uns hinter den Büchern (die für uns die Welt der einmaligen, nicht vergessbaren Ereignisse bedeuteten), bis wir endlich einen Fehler entdeckten.
Viele waren inzwischen schon abgesprungen, fanden eigenartige Trittbretter. Sie sprachen davon, dass nichts sicher sei, und lieber verschwänden sie hinter ihren eigenen 8 Wänden als noch einmal Hand anzulegen an eine Sache, die ihnen wie so vieles andere auch nicht geheuer war. Als wir das bemerkten, da hatten wir den entscheidenden Haken gefunden. Wir schickten vorsichtshalber ein paar falsche Hasen auf die richtige Fährte, und schon kurze Zeit später hatten wir den 'Hahn' am Wickel. Er hatte zwar gar keine Lust, SO von uns in Schach gehalten zu werden, doch ließen wir diesmal nicht locker, sondern betrachteten die Sache für im Anfangsstadium als abgeschlossen. Wir verzichteten in der Folgezeit auf kostensparende Kundschafter, sandten stattdessen ein paar Pfarrer in die pastorale Wiesenlandschaft. Beethoven kam wieder zur Geltung und etliche andere auch. Oder um bei meiner Aktenführung zu bleiben, es wurde klargelegt Punkt für Punkt. Als das Kapitel - bildlich gesprochen - zuende geschrieben war, da hätten Sie sie angekrochen kommen sehen müssen: mühselig mit ihren Habseligkeiten! Sie glaubten das Ende der Welt gekommen. Andere allerdings lachten unbesonnen den Mond an. Wiederum andere liefen, als ob sie gerade einem Karussel entkommen wären. Ich könnte noch vieles schildern, doch reicht der Platz für diese Angelegenheit nicht aus.
Sie werden also verstehen, dass wir diesmal das Unheil gleich von der richtigen Stelle her anfassen müssen, damit auch kein Müßiggänger unschuldiger Mitgenießer werde wie die vielen Schwalben auf der Flur. Ich möchte Sie an dieser Stelle bitten, auch DAS einmal kurz anzustreichen, denn ich habe das untrügliche Gefühl, dass Sie diesmal eventuell die Stelle herausgefunden haben, woran es liegen mag, dass soviel Chaotik sich eingeschlichen hat.
Es grüßt Sie also herzlich mit einem Kuss auf die Stirn
Ihr sehr ergebener xxx"
Die Unterschrift haben wir uns aus falsch verstandener Scham erspart, wie es heute so Sitte ist, wenn es darum geht, unklare Aussagen zu machen, die einem die Röte ins Gesicht steigen lassen. Eigenartigerweise mag es sich in diesem Falle nicht auszahlen, denn: Sie hatten schon Recht! 'Hier war Fehler Nr.2' möchte ich diesmal sagen. Abgesehen von ein paar kleinen Nebensächlichkeiten ist dies ein 3.Kardinalfehler.
Was machen wir also?
Hier die Patentlösung: Blasen Sie kräftig ins Horn, untersuchen Sie Verhaltensmuster, schneiden Sie das Wichtigste aus den verschiedensten Zeitungen heraus! Drücken Sie dabei kein noch so liebes Hühnerauge zu: es wird Ihnen noch einmal wehtun! Und wenn Sie dann meckern, dann tun Sie sich das gefälligst selber an, denn sich und uns tun Sie damit keinen Gefallen! Im Gegenteil!
Wenn Sie dann bitte noch die bittstellernden Schriften der Zeitabnehmer sich zu Gemüte führen, werden Sie noch ein Stück weiterkommen (vielleicht bestätigt Sie das ja auch in Ihrer Arbeit!).
Gehen Sie aber auch noch ein Stück weiter: nehmen Sie Schallplatten zur Hand, verlieren Sie nicht den Faden, den schon wieder ein paar Leute blau gestrichen haben (vielleicht war es auch nur ein Versehen. Also aufgepasst bzgl. Vorurteile! Selbst ein kleiner Pfadfinderjunge ist imstande, sowas zu hinterlassen. Nehmen Sie sich das zu Herzen!)
Fahren Sie dann weiter fort, die Aktendeckel mit Vicks Vapo ruppig zu versehen, und Sie entdecken: ein ganzes Geschlecht von Buchstaben wird eine freie Nase bekommen, den Brustkorb artig auf- und niedersenken, so wie es Ihnen Ihr guter Turnlehrer aus verblichener Zeit mit Hüstelstimme beibringen wollte. Damals haben viele Ihrer Mitschüler gelacht und keine von beiden Seiten verstanden: nur EIN Gedanke geriet in ihr Spatzenhirn: 'Gut, dass wir jetzt kein Latein haben!' Wir allerdings wollen keine gezüchteten Papageien, die doch nur so herumkrebsen, als wären sie Hummer. Wir wollen sein, wer wir sind, und wer das nicht versteht, der tut sowieso nur-so-als-ob, und das sind wir leid! Wir werden es schaffen, nicht auf allen Pfaden zu wandeln, sondern auch mal ausrutschen, so wie es sich gehört, und wem das nicht passt, der kann ja andre Wege gehen; Wege, die noch nie jemand betreten, aber er möge sich hüten vor Gefahren! Eine Bitte: treten Sie nicht zu leise auf mit Ihren Kreppsohlen: wir haben frisch gebohnert, und die Fehler vergangener Zeilen mögen Sie ebenfalls in rechtschaffener Weise verzeihen! Sie haben doch sicherlich eine Elefantenhaut mit Stolz zu verzeichnen. Bitte benutzen Sie sie zu Ihrem Nutz und unserem Frommen! Wir werden Ihnen sicherlich auch einmal freundlich entgegenkommen. Wir haben nämlich Füße zum Gehen. Sie werden sicherlich so freundlich sein, die Ihrigen uns diesmal zur Verfügung zu stellen, denn irgendeiner muss ja mal den Märtyrer spielen.
Wer den Ernst hier nicht erkennt, ist verderbt und muss den Ringelreigen verlassen (denn er ist ja nicht erkoren zu solch hehrem Unterfangen). Doch darf er ruhig später wieder eintreten, denn auch wir erkannten unsere Fehler und stimmen nun in den Chor ein, der die ganze Welt zusammenhält. Wir erhoffen uns nur noch dieses oben Geschilderte in stillgemachten Einmachgläsern voll Hoffnungssaft aus den Evangelien und Stimmungsmachern, die so freudig die Schreibszene beherrschen, ohne dass auch nur ein Einziger sich die Krone aufzusetzen vermag, weil sie nur einem Einzigen gebührt, nämlich demjenigen, der die volle Gebühr in Liebeshöhe bezahlt hat. Und wer da anfängt, aus den Tiefen zu zittern, der greife sich einmal an den eigenen Po, denn wer nicht mehr gut zu scheißen weis, des Ende steht gewisslich fest, wenn auch nicht allzu 'grade' geschrieben in den ewigen Annalen, die der Kaiser Ludgerus aus dem ewigen Äonengeschlecht seiner endlichen Zeit hat anfertigen lassen zur immerwährenden Erinnerung an kommende Gefühle und übermächtiges Intelligenzverlangen (!) Das steht nun gewisslich fest und hat seinen Halt in dem, was noch kommen wird. So hochgestimmt sind wir hier auf unserem kleinen Rund! Denn die Gnade wird nicht nachlassen, wenn wir sie uns verdient haben. Dann werden die Posaunen um die ganze Welt im Rondell schmettern, und wir werden die Stoppuhren abblasen und noch unter Wasser nach Perlen suchen, deren Zeitlosigkeit den Raum in seine Schranken nicht mehr zu weisen braucht, weil man diese ja sehen kann. Wer diese Hingabe in sich verspürt, der möge nur fortsetzen und die Erfahrung machen, dass immer eine Fortsetzung folgt. Nun denn, Sportsfreunde, ermannet Euch mit Euren Frauen und erfahrt uraltes Wissen aus der Hand eines kleinen Grashalmes, der Euch eine Menge Geschichten zu erzählen hat und wie gesagt sogar 2 Mengen und noch viel viel alles mehr.
An dieser Stelle geben wir einmal einen Kommentar, der keiner sein will. Ich habe so ein Gefühl, als ob sich ein Widerhaken meiner bemächtigt. Und deshalb gebe ich mir hiermit die Ehre, einen definitiven Schlusspunkt zu setzen (der Verfasser dachte sich den Schluss mit 3 Punkten. Haha!)....